GEIL, Teil 2: Was jeder über Tornados wissen sollte
<– Wenn’s gefällig ist: hier klicken. Nur einmal. Nur kurz.
Hier finden Sie die anderen Teile der GEIL
Teil 2: Tornados
Das klingt schon so richtig nach Spannung und Katastrophenfilm, oder? Tornados! Da flattern mir gleich vor Blut triefende Filmtitel ein. Was eigentlich gar nicht nötig ist, denn es gibt sie ja schon. Vielleicht haben Sie den ProSieben-Film Tornado – Zorn des Himmels gesehen. Zorn des Himmels.
So medial düster beleuchtet wirkt so ein Tornado dann auch wie eine Film-Bösewicht. Darth Vader macht Pirhouetten mit ausgefahrenem Lichtschwert, oder: Ein Tornado: das Böse als Mixer. Und so kann einer aussehen:
Im Moment ist so ein Tornado also ein von den Medien geliebtes Ungeheuer, bevor wir es wirklich kennen lernen konnten. Sie kennen aber nun GEIL, die Globale Erwärmungs-Informations-Liste, deswegen wissen Sie hoffentlich bald mehr.
Inhaltsverzeichnis:
2.1: Was Sie zu wissen glauben
2.2: Was ein Tornado ist
2.3: Wie ein Tornado entsteht
2.3.1: Was eine Superzelle ist
2.3.2: Was in der Superzelle passiert
2.3.3: Wie ein Bürostuhl Sie zum Tornado macht
2.3.4: Wie ein Tornado sichtbar wird
2.4: Wo und wann Tornados auftreten können
2.5: Was noch über Tornados zu sagen wäre
2.6: Nachklatsch
2.1: Was Sie zu wissen glauben
Da gibt es ja gleich mehrere Varianten. Wie bei so vielen Themen, die gerne als Grundlage für den Meinungskampf herhalten, gibt es Behauptungen, die in verschiedene Richtungen zeigen und falsch oder zumindest fraglich sind:
- Tornados gibt es nur in Amerika
- In Amerika hat man ja ständig damit zu tun
- Bestimmt hat es hier auch schon Tornados gegeben, aber die können hier doch gar nicht so stark sein
- Tornados? Na ja, bisher gab es die noch nicht. Aber jetzt sieht man sie immer häufiger. Ist ja auch klar, die Klimakatastrophe.
- Wegen der globalen Erwärmung werden die Dinger bei uns immer kräftiger. Sie werden Haus und Hof wegfetzen. Wir werden alle sterben!
Das alles sind Aussagen, hinter die Sie gerne gedanklich ein Fragezeichen machen können. (Sollten Sie eher der plakativere Typ sein, drucken Sie es aus, nehmen Sie einen schwarzen Edding. Sollten Sie Lehrer sein, nehmen Sie den roten.) Dazu kommen wir aber später.
(Zurück zum Inhalt)
2.2: Was ein Tornado ist
Selbst da besteht schon Klärungsbedarf. Vielleicht sollte ich damit anfangen, was ein Tornado nicht ist. Bitte, liebe Journalisten der Boulevardpresse. Bitte, bitte nennt einen Tornado nie wieder einen Orkan. Das tut wirklich weh, das ist schlimm. Denn “Orkan” bezeichnet lediglich eine Windgeschwindigkeit ab 119 km/h. Das wäre, als würde ich behaupten, dass ein Haus das gleiche wie ein Dachziegel sei.
Das Wort Tornado kommt aus dem Spanischen und bedeutet “drehend”. Mehr nicht. Es geht hier um einen Luftwirbel auf engem Raum (im Gegensatz zu einem Hurrikan), der aus quellender Bewölkung hervorwirbelt (üblicherweise im Zusammenhang mit kräftigen Gewittern).
(Zurück zum Inhalt)
2.3: Wie ein Tornado entsteht
Jetzt bringen Sie mich mit den Erklärungen ganz schön ins Schwitzen. Denn auch heute sitzen Wissenschaftler an Tischen und in Labors und ziehen an ihren Haaren, um die Details zu verstehen. Aber: um die Details geht es bei GEIL ja auch gar nicht. Wie meine Mutter immer so schön sagte: es geht ums Prinzip!
2.3.1: Was eine Superzelle ist
Und das puzzeln wir uns jetzt grob zusammen, wobei folgende Grafik uns leiten möge:
Schema einer so genannten Superzelle mit Tornado
Dabei fällt mir gerade auf, dass das Wort Superzelle auch schon wieder so ein Ausdruck ist, der den Architekten der Klimakatastrophen-Berichterstattung leuchtende Augen verschafft. Ganz kurz: eine Superzelle ist ein einzelnes Gewitter, das aber in sich gut erkennbare Merkmale hat, wie zum Beispiel einen Bereich, in dem der Wind schnell nach oben gesogen wird. Man schätzt, dass an jeder zehnten Superzelle Tornados entstehen. Es gibt auch noch andere Arten der Tornado-Entstehung, aber darüber können Sie sich an anderer Stelle informieren, falls Sie sich hirn-durstig fühlen.
Kommen wir also zu den Zutaten: das Grundrezept ist selbstverständlich das eines Gewitters, wie Sie es auch aus GEIL, Teil 1 kennen. Falls nicht, dann begeben Sie sich dorthin. Wir benötigen: feuchte und labile Luft, die berühmten Schubser (wer es offizieller mag: die Hebung).
Unser Tornado braucht aber die Superzelle. Da gibt es noch etwas Besonderes: der Wind muss sich mit der Höhe drehen, und auch schneller oder langsamer werden. Würde man also in dieser Wolke in einen Fahrstuhl mit einem Windfähnchen dran steigen, so müsste sich die Windfahne immer woanders hin drehen, das bezeichnet man als Scherung. Dass der Wind zum Beispiel in 9 Kilometern Höhe aus einer anderen Richtung kommt wie am Boden geschieht in der Natur relativ häufig.
(Zurück zum Inhalt)
2.3.2: Was in der Superzelle passiert
Die Luft schießt nach oben. Das ist neu für Sie? Dann sind Sie gerade dabei erwischt worden, dass Sie entsprechendes Kapitel in GEIL Teil 1 überlesen haben. Das macht aber nichts. Kommen Sie, ich spendier’ Ihnen ‘nen Link! Das Besondere an einer Tornado-verdächtigen Superzelle ist ja nun, dass die Luft nicht nur nach oben schießt, sondern dass sie sich auch noch dreht.
(Zurück zum Inhalt)
2.3.3: Wie ein Bürostuhl Sie zum Tornado macht
Sehen Sie sich das Bild oben mit dem Schema noch einmal an. Sie sehen, die Luft bewegt sich nach oben. Und wenn sich Luft nach oben bewegt, dann fehlt sie am Boden, wie schnell einleuchtet. Die kommt auch, und zwar von der Seite. Und jetzt passiert das Spannendste an der ganzen Angelegenheit. Möchten Sie bei einem Experiment mitmachen? Dann seien Sie ein Tornado. Dazu brauchen wir lediglich dieses Gerät hier:

Das Tornadoexperiment: er hat es ausprobiert
Eindrucksvoller wird die Angelegenheit, wenn Sie jemanden haben, der Ihnen hilft. Sollten Sie gerade im Büro sitzen, kann das zum Beispiel derjenige sein, der Stielaugen auf Ihren Monitor macht. Scheuen Sie sich nicht, holen Sie ihn ran!
Jetzt setzen Sie sich auf den Stuhl und strecken Arme und Beine weit von sich. Dann weisen Sie Ihren erstaunten Mitarbeiter an, Sie anzudrehen und nach einer Weile loszulassen. Kümmern Sie sich nicht darum, dass Ihre Kollegen verbalvulgär Ihren Geisteszustand kommentieren. Denn jetzt machen wir Tornado: ziehen Sie die Beine und Arme so kräftig an sich, wie Sie können. Was passiert? Sie drehen sich viel, viel schneller! Breiten Sie Ihre Extremitäten wieder aus: langsamer. Einziehen: schneller. Das ist ein physikalisches Gesetz, das sich Drehimpuls-Erhaltung nennt.
Jetzt wird Ihnen auch einleuchten, wieso sich die Luft in so einer Superzelle schneller dreht, je mehr sie in Richtung Mitte fließt. Jetzt gehören noch zusätzliche Effekte dazu, dass der berühmte Rüssel aus der Wolke zeigt, aber damit hätten wir immerhin schon einen wichtigen Teil erklärt.
(Zurück zum Inhalt)
2.3.4: Wie ein Tornado sichtbar wird
“Wie, sichtbar?” Es ist tatsächlich so, dass der Trichter, der den Tornado zeigt, zuerst gar nicht da ist. Denn erst dreht sich die Luft, dann sieht man den Rüssel. Dieser ist übrigens nichts anderes als eine Ansammlung von Wassertröpfchen, wenn Sie so wollen eine drehende Wolke.
Nun wäre GEIL nicht GEIL, wenn ich Sie mit dem Halbwissen einfach so dort rumsitzen ließe. Wie wird ein Tornado also sichtbar? Dazu stellen wir uns vor, wir würden ein halbvolles Glas Cola auf einen Drehteller stellen. Ja, heute sind wir richtig experimentierfreudig. Dann werden Sie beobachten, dass die Cola zum Rand hin drängt und in der Mitte eine Vertiefung entsteht, denn die Fliehkraft drückt die Flüssigkeit an das Glas.
Genau das passiert auch, wenn sich die Luft in der Gewitterwolke dreht, und darum sinkt der Luftdruck in der Mitte. (Weniger Luft heißt eben auch weniger Luftdruck) Was dann passiert, haben Sie vielleicht schon einmal gemerkt, wenn Sie (wie ich als Kind) eine Haarsprayflasche komplett im Badezimmer versprüht haben: der Behälter wird dann richtig kalt (schon wieder Physik). Und wenn es kalt wird, dann kann die Luft nicht mehr das ganze Wasser halten, sie kondensiert, es bilden sich also Wassertröpfchen.
Übrigens: ein Tornado ist erst ein Tornado, wenn der Luftwirbel (nicht unbedingt der sichtbare Rüssel) die Erde erreicht hat.
(Zurück zum Inhalt)
2.4: Wo und wann Tornados auftreten können
Wo Tornados auftreten können? Das erklärt sich jetzt fast von selbst: überall da, wo auch Gewitter auftreten können. Also selbstverständlich auch bei uns. Selbstverständlich gibt es aber auch Schwerpunkte: am liebsten rüsselt es sich da, wo es oft schwül ist und wo gerne die ganz warme auf die ganz kalte Luft trifft.
Und das ist eben der amerikanische Kontinent. Denn hier verläuft das Hauptgebirge, die Rocky Mountains, eben von Nord nach Süd. Darum schwappt die ganz kalte Luft von den Polen (Sie wissen schon, nicht unsere Auto liebenden Nachbarn) öfter gegen die feucht-warme Suppe aus dem Golf von Mexiko. Das ist der Grund dafür, dass Tornados gerne eine amerikanische Angelegenheit sein möchten, hier werden dann auch gerne über 1000 im Jahr gesichtet.
Jetzt wird Sie aber vielleicht erstaunen, dass auch in Deutschland in den letzten zwei Jahren jeweils über 100 Tornados als gesichert gelten. Das ist übrigens kein neues Phänomen. Sehen Sie sich einmal die Tornadoliste von Thomas Sävert an, sie reicht bis in das Jahr 855 zurück.
Und sie müssen auch nicht zwingend bei Hitze auftreten: im ganzen Jahr können Sie die Rüssel finden, zum Beispiel im Zusammenhang mit Kyrill am 18. Januar 2007. Da steckten sogar Birkenstämme wie Pfeile in der Hauswand.
Hier zwei bekannte Tornados aus den vergangenen Jahren:
Mühlberg a. d. Elbe, Brandenburg, 24. Mai 2010
Großenhain, Sachsen, 24. Mai 2010
Zum Schluss noch eine wichtige Aussage der Tornadojäger-Gruppe TorDACH, die ich hier so nachdrucksvoll wie möglich zitieren möchte:
Es gibt aber keinen Hinweis auf eine Zunahme der signifikanten Tornados: Der F3 Tornado von Acht im Jahr 2003 war z.B. ein Ereignis, das genau in die bestehende Klimatologie passt.
“Kein Hinweis auf eine zunehmende Häufigkeit von Tornados” – Dies Ergebnis wird auch gestützt von den beiden Berichten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, 1996, 2001). Weitere Informationen zu diesem Thema bietet das sehr lesenswerte Buch von H. Kraus und U. Ebel, 2003: Risiko Wetter: Die Entstehung von Stürmen und anderen atmosphärischen Gefahren. Springer Verlag, Berlin, 250 S.
Mit anderen Worten: nach wie vor kann man nicht entdecken, dass in den vergangenen Jahren mehr oder stärkere Tornados auftreten.
(Zurück zum Inhalt)
2.5: Was noch über Tornados zu sagen wäre
So ein Tornado hat eine ganz ordentliche Wucht: die größte jemals abgeleitete Windgeschwindigkeit auf der Erde wurde in so einem Rüssel erreicht: 496 +/- 33 km/h in den USA im Jahre 1999.
Noch etwas: in dem TorDACH-Text im vorigen Absatz wurde von einem F3 gesprochen. Das hört sich natürlich sehr nach Insider an, wenn Sie sagen: “Du, ich habe gestern einen F2 gesehen.” Aber sie sollten eben auch wissen, was das bedeutet. Hier geht es darum, die Stärke eines Tornados abzuschätzen, und zu sehen, was so ein Kollege denn alles an sich reißen kann. Das ist ja besonders für Versicherungen interessant. Darum gibt es die so genannte Fujita-Skala, die von F0 bis F12 reicht. Ein stärkerer Tornado als F5 wurde bisher aber nicht nachgewiesen.
(Zurück zum Inhalt)
2.6: Nachklatsch
Ich hoffe, Ihnen ist jetzt nicht schlecht, weil Sie sich so begeistert auf Ihrem Bürostuhl gedreht haben und hoffe, der ein oder andere Erhellungspunkt ist vor Ihrem Auge aufgetaucht.
Sie sind damit jetzt tornado-gewappnet und resistent für reißerische Meldungen, die auch sicherlich wieder auftauchen werden, wenn irgendwo ein Tornado durch eine größere Stadt rumpelt.
Na dann: bis zum nächsten Teil. Und wenn Sie es ohnehin bis hierhin geschafft haben, dann könnten Sie mich doch bei YiGG und Webnews bedenken. Das wäre echt…GEIL.


[...] Tornados [...]
Pingback by GEIL, Teil 1: Was jeder über Gewitter wissen sollte » Frank Wettert — 27. Juni 2007 @ 13:42
Schöner Artikel.
Eine Frage hätte ich da mal. Tagelang war es heiß und knochentrocken. Dann merkt man schon Mittags, das etwas in der Luft liegt, es ist immer noch heiß, aber schwül und feucht. Am Abend kracht es dann ordentlich.
Woher kam diese Feuchtigkeit?
Grüße, Daniel
Kommentar by Daniel Weigelt — 27. Juni 2007 @ 14:03
Das kann verschiedene Gründe haben, Daniel.
In den vergangenen Tagen hatte das hier allein schon mit einer Winddrehung von Ost auf Südost zu tun. Dann kommt die Luft nicht mehr vom polnischen Festland, sondern aus dem östlichen Mittelmeerraum.
Das macht eine Menge aus!
Kommentar by Frank Wettert — 27. Juni 2007 @ 17:22
Lieber Frank!
Oh Mann, das hat mein Wind-Wissen dann doch um einiges aufgestockt. Vielen Dank für diesen superguten Artikel. Bitte weiter so!
Gruß
Linda
Kommentar by LindaFC — 27. Juni 2007 @ 17:24
Da fällt mir gerade etwas ein, wo ich unseren Tommy über den Rasen hüpfen sehe: Hättest Du nicht mal Lust, eine Wettervorhersage für internationale Sportevents, die draußen stattfinden (Wimbledon, Olympia, Fußball-WM,…) zu starten? Nur mal so am Rande als kleine Anregung.
Beste Grüße
Linda
Kommentar by LindaFC — 27. Juni 2007 @ 17:33
In “hirn-durstig” habe ich mich gerade spontan verliebt. Ist doch sicher auf deinem Mist gewachsen!?
Schöne Seite, schönerArtikel. Immer weiter wettern!
Kommentar by OAFresh — 27. Juni 2007 @ 17:35
LindaFC, erinnere mich daran, dass ich beizeiten einen “Erste Stunde Mitmach Orden” verleihe. Ich danke Dir für all die Komplimente und Ideen. Zu Deinem Vorschlag: natürlich versetzt es mich in zittrige Anregung, für Events aller Art Wettervorhersagen zu machen. Du hast mein Auge dementsprechend geschärft, und ich werde das beizeiten sicherlich tun. Ob es regelmäßig sein wird, kann ich natürlich wegen nur begrenzter Zeit nicht versprechen.
OAFresh, auch Dir vielen Dank. Ich jongliere gerne mit Worten, das stimmt. Manche werden dadurch zermatscht, manche werden degustiert. Schön, dass Dir diese Kreation gefallen hat.
Kommentar by Frank Wettert — 27. Juni 2007 @ 20:03
Hi Frank,
der Artikel ist sowohl sprachlich wie auch vom Informationsgehalt wunderbar. Endlich einmal Information abseits der allgemeinen Panik-Mache. Wenn man übrigens genau zuhört, dann geben auch die meisten Meteorologen zu, dass sich die Anzahl der Hurricanes in den letzten Jahren nicht signifikant verändert hat, sie sagen es nur sehr leise. Passt halt nicht ins politische Klima (pun intended).
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Erik
Kommentar by Erik — 28. Juni 2007 @ 8:32
[...] allem in Südfrankreich. Das sieht knusprig aus, mit Hagel, mit schweren Sturmböen, dem ganzen Programm eben. Nur bis Korsika kommen die Gewitter nicht, hier bleibt es sonnig. Und auch weiter in Richtung [...]
Pingback by Reise-Wetter für das kommende Wochenende (29.6. bis 1.7.) » Frank Wettert — 28. Juni 2007 @ 11:59
[...] auch noch mehrere Tornados über Wasser, also Wasserhosen, vor Borkum fotografiert, wie die Wetterzentrale [...]
Pingback by 10. Juli 2007: Schnee und Tornados » Frank Wettert — 10. Juli 2007 @ 10:47
[...] die Wasserhose (so nennt man einen Tornado über Wasser), die gestern südwestlich an Borkum vorbeizog. Fotografiert von Katharina [...]
Pingback by 7 Mal Schnee, 2 Mal Tornado (Bilderserie vom 10.07.2007) » Frank Wettert — 11. Juli 2007 @ 9:20
[...] ein Hurrikan ist kein Tornado. Ein Hurrikan hat mit einem Tornado in etwa so viel zu tun wie ein Mensch mit einem Regenwurm. Die [...]
Pingback by GEIL, Teil 3: Was jeder über Hurrikane (Hurricanes) wissen sollte » Frank Wettert — 24. August 2007 @ 13:02
Mal neh kleine frage, es gibt ja auch non Superzells Tornados könntest du mir verraten welche die unterschiede dieser beiden sind und wie sie zustande kommen? Noch eine Kleinigkeit, ich habe gelesen das die Häuser über die ein Tornado hinweg fegt durch den unterdruck im Haus zerstört werden. Auf einer anderen Seite habe ich folgendes gefunden „Lange dachte man, Häuser explodierten durch schnelle Druckschwankungen beim Heranziehen der Winde, in Wirklichkeit werden sie einfach weggedrückt. Die Wirkung am Boden entspricht der Druckwelle einer Atombombe.“. Also was jetzt die widersprechen sich ja gegenseitig, hast du mir da eine Lösung?
Gruss Stephan
Kommentar by Stephan — 3. Oktober 2007 @ 15:49
1. Nicht-Superzellen-Tornados
Dann nehme ich mir mal Deine zweiteilige Frage vor, Stephan: die nicht-Superzellen-Tornados entstehen meist dort, wo am Boden der Wind auf engem Raum stark in Richtung und Stärke abweicht. Im besten Fall kommt der Wind aus gegensätzlichen Richtungen und trifft sich an der so genannten Konvergenzlinie.
Dabei entstehen kleine Verwirbelungen. Wenn nun der feuchte Aufwind eines kräftigen Schauers oder Gewitters diese Verwirbelungen erreicht, dann werden diese gestreckt. Ein ähnlicher Effekt entsteht, wenn Du das Wasser aus Deiner Badewanne herauslässt. Und auch dort siehst Du: es entsteht ein Wirbel.
Die meisten Wasserhosen entstehen so, die Windgeschwindigkeiten sind bei diesen Tornados oft nicht ganz so hoch wie bei den Superzellen-Kollegen.
2.
Da kann ich Dir leider nicht genau weiterhelfen. Den ersten Erklärungsansatz mit dem Sauger finde ich nicht plausibel, denn sieht man sich einige Videos von Tornados an, so ist es besonders der windstarke Rand, der die Trümmer mit sich reißt.
Die Erklärung des Wegdrückens findet spontan meine Sympathie, dazu müsste ich allerdings erst einmal genauer nachsehen.
Ich hoffe, Du bist soweit zufrieden,
Frank.
Kommentar by Frank Wettert — 9. Oktober 2007 @ 14:00
[...] Oktober 2007: Tornado über Wasser (Wasserhose) bei Tierschutz-Versammlung im East Coast Park, Singapur (Waterspout [...]
Pingback by Wetter-Shortcuts 6. bis 12. Oktober 2007 » Frank Wettert — 12. Oktober 2007 @ 13:50
[...] der NOAA (National Oceanic And Atmospheric Administration) geschriebene Zusammenfassung über Tornados in englischer [...]
Pingback by Meine besten Wetter-Links, Teil I » Frank Wettert — 25. Oktober 2007 @ 9:18
[...] nämlich, drögen Meteorologenkram locker aufzubereiten. Hier ein Beispiel zum Thema Entstehung von Tornados oder Gewitter. Find ich klasse. Meine Lieblingskategorie ist und bleibt allerdings etwas [...]
Pingback by CarolDeutsch.com Blog » Blog Archiv » Wettervorhersage vom Radiowettermann — 15. Dezember 2007 @ 14:22
Hallo!!!
Ich schreibe im Fach Erdkunde eine Facharbeit zum Thema Tornados.
Vielen Dank schonmal für die Informationen auf ihrer Seite.
Können sie mir Bücher empfehlen oder hätten sie noch Infomaterial, welches mir beim Erstellen dieser Arbeit hilfreich sein könnte?
Liebe Grüße,
Sabine Dick
Kommentar by Bine — 24. Januar 2008 @ 18:07
Hi! Ich komme aus Bad Zwischenahn(Niedersachsen). Ich bewundere
gerne Stürme. Aber eine Windhose live mit erleben??? weiß nicht.
Ich habe Filme aud DVD sowie: Twister, Tornado Warnung, Atomic Twister, und Hagel Sturm.
Können sie mir sagen wann die Alarmstufe kommt? Tagsüber brauen sich
Dunkelgraue Wolken zusammen. Veralldingen wenn Orkanmäßige
Stürme gemeldet werden. Woran erkenne ich, wenn sich Nachts ein
Tornado bildet? Wenn auf Kabel 1 Dokos über Windhosen kommen, schaue
ich mir dies an. Intressant wie Leute das Phänomen jagen. Ich hätte da kein nerv zu! Ich begebe mich lieber in Sicherheit.
Good Luck! Heike Schröder
Kommentar by Heike Schröder — 22. Februar 2008 @ 22:40
hallo eine kurze frage wie entscheidet man wan ein tornado menlich oder weiblich gennant wird?
lg ramona
Kommentar by Ramona — 21. April 2008 @ 18:52
Hallo Ramona,
da wird ein Tornado mit einem Hurrikan verwechselt. Tornados bekommen keine Namen, sie sind ganz kleinräumige Gebilde.
Für die Namen von Hurrikans empfehle ich meine GEIL, Teil 3, Hurrikane (woher kommen die ganzen Namen?).
Gruß,
Frank
Kommentar by Frank Wettert — 21. April 2008 @ 19:34
Tornados in Osteuropa: Videos der letzten Woche…
Gleich zwei beeindruckende Tornados sind hier zu sehen: Einer am 18. Mai 08 in Polen, der andere am 20. Mai 08 in Ungarn gefilmt. Wieso entstanden diese Tornados? Erweitern Sie Ihr Wissen in 5 Minuten….
Trackback by weatherlog — 24. Mai 2008 @ 20:57
[...] drückten den Mini-Tornado Richtung Kiez …”Obwohl es eigentlich keine typische Tornado-Wetterlage war, hingen Wolken-Schläuche über Hamburg heraus. Zum Glück für die [...]
Pingback by BILD-Käse über Tornados in Hamburg » Frank Wettert — 4. Juni 2008 @ 9:43
[...] kann der Luftwirbel immer noch für Chaos sorgen. Mehr dazu in meiner GEIL über Tornados. In diesem Fall sind aber nur Bäume umgeknickt worden und Schaden an der Ernte entstanden. [...]
Pingback by Tornado aus Iowa: Eindrucksvoll fotografiert » Frank Wettert — 18. Juni 2008 @ 15:13
[...] kommt die Gefahr zustande? Ein großer Teil der in meinem Tornado-Artikel beschriebenen Zutaten für schwere Gewitter ist [...]
Pingback by Unwetter-Vorwarnung für Deutschland ab So., 22.06.08 » Frank Wettert — 21. Juni 2008 @ 13:41
hallo,
seit es in Deutschland immer stürmischer wird und sich dieses auch über das ganze Jahr ausweitet, früher gab es mal Frühjahrs- und Herbststürme, interessiert mich das Thema doch sehr.
Ich bedanke mich für einen aufschlußreichen Artikel und Komentare zum Thema. Tornados haben ja doch, obwohl sie so zerstörerisch sind, eine unheimliche Anziehungskraft. Ich freue mich schon auf die kommenden Artikel von Ihnen.
Weiter so…
Der bebilderte Teil mit der Superzelle einfach genial….
vielen Dank und Grüße
Andrea
Kommentar by Andrea — 7. August 2008 @ 18:40
Was Sie über den Tornado bei Schwerin wissen sollten…
Sehr tragisch, was der Tornado am gestrigen Himmelfahrtstag in Plate bei Schwerin angerichtet hat. Nach den bisherigen Informationen hat er rund 40 Häuser beschädigt und zwei komplett zerstört. Für uns zum Glück hat ein Amateurfilmer den Tornado a…
Trackback by weatherlog — 22. Mai 2009 @ 15:10
“Kein Hinweis auf eine zunehmende Häufigkeit von Tornados”
kann man das immer noch so sagen?
ich schreibe nämlich ne facharbeit, die sich in teilen damit beschäftigt, nämlich: Zunehmende Tornadoaktivität aufgrund der Klimawandels?
bitte um schnelle antwort, danke.
Kommentar by Steini — 13. August 2009 @ 19:14
Hi
Aber wenn der Rüssel nicht sichtbar ist, wie soll man denn dann die Gefahr sehen??
Mir wäre sehr wichtig auf dieser Seite gewesen, wie man sich schützen kann, bzw wo man sicher vor diesen Natur gewalten ist.
Ich stelle mir sehr oft die Frage wie ich reagieren würde, wenn ich einen auf mich zu steuern sehen würde und denke mir …einen Keller hast du nicht! Oo
Und das Fertighaus hält das sicherlich auch nicht aus! Dann sollte ich beim Nachbarn das Fenster eintreten und dort kampieren.
Grund dessen vergeht kein Sommertag an dem ich nicht nachgesehen habe, ob ein Gewitter/Unwetter droht. Man kann sagen eine kleine Wetterstation hab ich mir gebaut die sogar JETZT erst über Facebook verläuft um von anderen Usern zu erfahren wie es bei anderen in der Region grade aussieht um mir zu errechnen, wann, was, wie stark, wo eintrifft. Tornados sind mein schlimmster Albtraum und geil zu gleich ^^
Aber was ist, wenn man grade unterwegs auf einem abgelegenem Stück Natur ist?
Kommentar by Steffi — 27. Februar 2010 @ 3:50
Hallo @Steffi,
entschuldige die späte Reaktion von mir. Das ist ein guter Hinweis, da ist wohl noch ein Extrakapitel notwendig. Werde darüber nachdenken.
Vielen Dank!
Kommentar by Frank Wettert — 25. Mai 2010 @ 6:36
[...] Die Tornados Zeit steht an, ein paar Stürme sind schon über das Land gefegt. Wenn ein Tornado über größeren Wasserflächen Wasserflächen hinwegfegt zieht er förmlich das Wasser aus dem Meer. Auch in Deutschland mehren sich die Meldungen über Tornados. Was Sie über Tornados wissen sollten [...]
Pingback by BP,Aral und Castrol bekommen Geld für die Vernichtung der Golfregion? - ZEIT-ZEITUNG.INFO - WIR NUTZEN ES! — 2. Juni 2010 @ 3:35
[...] er vorhersehbar?Konkret ist ein Tornado dabei nicht vorhersehbar, darum kann erst dann eine spezielle Tornadowarnung ausgesprochen werden, [...]
Pingback by Anzeige Marktplatz — 2. Juni 2010 @ 9:07
[...] Die Tornado Zeit steht an, ein paar Stürme sind schon über das Land gefegt. Wenn ein Tornado über größere Wasserflächen hinwegfegt wird er das Öl von der Oberfläche des Golf in die Atmosphäre ziehen. Auch in Deutschland mehren sich die Meldungen über Tornados. Was Sie über Tornados wissen sollten [...]
Pingback by In 3 – 4 Wochen kommt die Ölpest an Europas Küsten an! - ZEIT-ZEITUNG.INFO - WIR NUTZEN ES! — 2. Juni 2010 @ 9:28
Hi
ich schreibe meine Facharbeit über dieses Thema um genau zu sein “Die Entstehung eines Tornados” und bin mit somit auf ihre seite gelangt ich finde sie ziemlich interessant und um einiges besser wie andere Internetseiten. Daher möchte ich sie Fragen ob sie mir vielleicht Tipps für meine Gliederung geben könnten???
liebe grüße zeliha
Kommentar by Zeliha Keles — 10. September 2010 @ 21:19
[...] An der scharfen Luftmassengrenze im Osten der USA entstanden und entstehen derzeit noch reichlich Tornados. Hier ein paar [...]
Pingback by Historischer Sturm in den USA « xinos — 30. Oktober 2010 @ 9:54
Hiiii letztes Jahr hatten wir hier in Ostfriesland (Aurich) eine Windhose und es war ganz schön heftig es war garnicht heiß oder so und es wurde schwarz und fast überall flog was rum….was war das auf einmal?wo kommt das her?
wenn was ist 332531216 meine icq nummer
Kommentar by Kerstin — 27. September 2011 @ 12:25