Wochen-Wettervorhersage Deutschland (KW 7, 16.2. bis 21.2.10)

Feb 15, 2010 @ 03:25 pm by Frank Wettert

Das geht ja so nicht weiter. Ständig bin ich mit dem spannendsten Wetter so beschäftigt, dass man nicht mal dazu kommt, darüber an meiner Lieblingsstelle, also hier, quasi zu Hause, zu berichten. Das soll sich heute ändern, auch wenn die Zeit nach wie vor knapp ist. Immerhin ruft der Extremwetterkongress 2010 nach mir, und natürlich werde ich mir wie im vergangenen Jahr auch irgend etwas ausdenken dazu. Falls Sie Tipps haben: Bitte einfach die Kommentare bemühen, vielen Dank. Jetzt aber zum Tagesgeschäft und -spaß, der Wettervorhersage.

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Deutschland-Wetter in 5 Minuten

Tauwetter
Erst kommt die Sonne, in der zweiten Wochenhälfte dann die Wolken und Tauwetter, besonders im Südwesten.

  • Dienstag, 16. Februar 2010: Schönwinter. Der Winter von seiner schönsten Seite, nämlich sonnenbeschienen erwartet die meisten am Dienstag. Gut, auch wenn man in Richtung Ostseeküste den Schnee nicht mehr sehen mag und zum Beispiel in Franken ziemlich enttäuscht ist von dem Weiß, was da karge liegt. Es ist doch schön, wenn’s glitzert, dieses Weiß. Und das wird es meist, abgesehen vom Donautal, wo sich zäher Nebel halten kann, und auch an Oder und Ostseeküste braucht der Hochnebel wohl eine Weile, bis er überall aufreißen wird. Auch im Emsland sieht es teilweise grau aus, aber immerhin gibt es kaum etwas von oben. Und richtig viel Sonne scheint in Baden-Württemberg. Freuen Sie sich also, auch wenn’s teils noch frostig bleibt mit maximal -1°C in Berlin, -2°C in Schwerin, 0°C in Magdeburg, 0°C in Hamburg, 1°C in Paderborn und 3°C in Mannheim. Zurück.
  • Mittwoch, 17. Februar 2010: Schicker Mittwoch mit Änderungspotenzial. Auch am Aschermittwoch zeigt sich Deutschland erfrischend unverkatert. Wer beim Karneval die letzten Minuten ausgekostet hat, der wird in der vorangegangenen Nacht teils ordentlich beim Frost geschlottert haben, oder er ist, dieses nicht bemerkend, im Suff von der Straße gekratzt worden. Ich gönne Ihnen dieses Schicksal natürlich nicht, viel mehr das Wetter vom Aschermittwoch selbst, denn die Sonne wird abgesehen von Nebelecken häufig scheinen, jedenfalls fast überall. Vom Saarland her tauchen allerdings schon wieder die nächsten Wolken auf, und diese kündigen den Wetterwechsel in dieser Woche an. Von diesen wird man aber im Tagesverlauf nur in der Westhälfte Deutschlands etwas mitbekommen, und Regen oder Schnee brauchen Sie nicht zu erwarten. Ach, natürlich werden Sie mit den Wolken auch die Veränderung auf dem Thermometer ablesen oder draußen fühlen können. Maximal erreichen wir nämlich in Bochum 6°C, in Karlsruhe 5°C und in Münster 4°C. In Berlin bleibt es allerdings noch bei um 0°C, in Leipzig bei 2°C und in München ebenfalls bei 2°C. Zurück.
  • Donnerstag, 18. Februar 2010: Mildere Luft mit Rutschgefahr. Am Donnerstag drücken dann die Wolken doch ordentlich nach Deutschland rein, am längsten freundlich wird es wohl in Oberbayern werden. Und dazu kommt schon in der Nacht zum Donnerstag leichter Schnee oder schnell auch Regen vom Rhein her bis an die Weser und Elbmündung voran. Vor allem hier sollte man aufpassen, denn es könnte sein, dass dieser an kalten Stellen gefriert, also Eisglätte-Gefahr! Tagsüber besteht diese Gefahr vor allem noch für das nördliche Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bis Berlin die Möglichkeit, dass außer Schneeregen auch gefrierender Regen auftaucht. Ansonsten bleibt es in Richtung Sachsen, Bayern und Württemberg größtenteils trocken. Das beste aber sind die Temperaturen im Südwesten. Maximal geht es hier bis 7°C in Rastatt, 8°C und knapp 10°C im Breisgau! Aber auch sonst geht es aufwärts: Maximal 3°C in Berlin, 2°C in Schwerin, 5°C in Dresden und 6°C in München. Zurück.
  • Freitag, 19. Februar 2010: Es gammelt weiter. Grau und mit etwas Regen, so geht es dann Freitag weiter. Die Sonne wird nicht gerade den Hauptanteil haben, kann aber hier und da, besonders in Sachsen und Nordrhein-Westfalen, mal zu sehen sein. Apropos Regen: Der wird sich bevorzugt in der Südhälfte zeigen, wenn auch nur in schwacher Form. Dies kann allerdings dazu führen, dass nach Osten hin ein paar Straßen durch Eisglätte rutschig werden können. In der Nacht zum Samstag sollte man fast überall in Deutschland wieder mit mehr Regen und Schneeregen rechnen, der teilweise auch in Schnee übergehen kann. Also nicht gerade der Traumstart ins Wochenende für Sie, falls Sie entweder von einer Party nach Hause möchten oder Winterdienstwochenendschichtler sind. Die Temperaturen liegen dann bei maximal 3°C in Greifswald, 4°C in Bremen, 6°C in Essen, 7°C in Ludwigshafen und 5°C in Nürnberg. Zurück.
  • Samstag, 18. Februar 2010: Der angewinterte Mix. Am Samstag sieht es dann ziemlich schmuddelig aus, und das fast überall in Deutschland. Unglücklich für uns Meteorologen ist das Temperaturniveau in höheren Luftschichten, denn dabei ist alles möglich: Etwas Schnee, etwas Schneeregen oder etwas Regen, je nach Tageszeit und Stärke. Was man aber sagen kann ist, dass Sie keine riesigen Mengen zu erwarten brauchen, und dass Sie zumindest im Westen, vor allem am Rhein auch Chancen auf freundliche Abschnitte haben. Die Temperaturen liegen immer noch ähnlich bei maximal 4°C in Leipzig, 2°C in Potsdam, 2°C in Lübeck, 3°C in Paderborn, 4°C in Freising und 5°C in Frankfurt am Main. Zurück.
  • Sonntag, 19. Februar 2010: Süd- Nordgefälle. Wer an diesem Sonntag einen Ausflug plant, der kann wild walten, wenn er sich im südlichen Deutschland befindet. Denn der Tag sieht relativ angenehm aus. Es ist gut möglich, dass schwacher Föhn im Alpenvorland für schönen Sonnenschein sorgt. Mit jedem Kilometer nach Norden werden Sie es wahrscheinlich mit mehr Wolken zu tun haben, was aber kein Grund sein sollte, nicht auch den Fuß vor die Tür zu setzen. Denn auch in Hamburg, Kiel oder auf Rügen gibt es nur hier und da ein paar Schauer, teils mit Graupel oder Schnee. Ansonsten bleiben die Temperaturen human bei maximal 2°C in Rostock, 4°C in Cuxhaven, 6°C in Minden, 6°C in Halle an der Saale, 5°C in Augsburg, 5°C in Trier und 6°C in München. Zurück.

6 Kommentare »

  1. Hallo Frank,
    droht jetzt mit dem Tauwetter eigentlich ein schlimmes Hochwasser wie 1993? Ich erinnere mich daran, dass ich als 8jährige mit dem Bundeswehr-Gummiboot nach Hause gepaddelt wurde. Und da ich immer noch ziemlich ufernah des Rheins wohne, habe ich Befürchtungen, dass sich dies wiederholen könnte.
    Grüße von Lili aus Bonn

    Kommentar by Lili — 17. Februar 2010 @ 18:40

  2. Hi,

    ich verfolge deine Wetterberichte nun schon einige Zeit – und will endlich mal Lob loswerden: Abgesehen von deinen Informationen und deiner Zuverlässigkeit find ich die Fotos richtig genial! So auch das in diesem Beitrag – ganz, ganz toll! Bist du selbst der Fotograf oder suchst du die Bilder? Das gefällt mir echt gut. *thumbs up*

    Kommentar by ronny — 17. Februar 2010 @ 21:46

  3. Hallo Lili,

    es sieht nicht nach extremem Hochwasser aus. Wir haben etwas Glück: Viel Regen ist in den nächsten Tagen nicht zu erwarten, und teilweise haben wir es sogar mit Nachtfrösten zu tun, wenn auch vielleicht nicht bei Dir direkt, dann aber doch in höheren Lagen.

    Darum erwarte ich kein extremes Hochwasser – “normales” natürlich ausgenommen.

    @ronny,

    Grüß Dich und vielen Dank für das Lob! Wenn Du auf die Fotos klickst, dann siehst Du die Quelle. Es ist eine Foto-Website mit freien Inhalten. Du kannst sie in so großer Auflösung herunterladen, dass sie auch noch als Plakat gut aussehen. Damit ich Dich aber nicht ganz enttäusche: Dazwischen waren auch mal ein paar eigene.

    Gruß
    Frank

    Kommentar by Frank Wettert — 18. Februar 2010 @ 8:03

  4. Morgen Frank,

    die Alpennordseite macht in dieser Woche ihrem Namen “als Winterkiller” wieder alle Ehre: Gestern Föhn, in GAP 12 Grad. (bei uns Gott sei Dank nur 4 Grad), und jetzt Eisregen, der aber gleich aufhören wird und danach Sonne). Das hält der stärkste Schnee net aus ;-)
    Na ja passt dieses Jahr zu Oberbayern, da kanns jetzt auch gleich Frühling werden. Wer also von keinen Winter (mehr) mag: Ab nach Oberbayern.

    Grüße

    Roland

    Kommentar by Roland — 18. Februar 2010 @ 9:07

  5. Hallo Roland,

    guter Tipp! Hier beschweren sich selbst schon die Kinder über den Schnee. Wenn es erst so weit gekommen ist, dann stimmt etwas nicht. ;-)

    Gruß
    Frank

    Kommentar by Frank Wettert — 19. Februar 2010 @ 9:40

  6. Servus Frank,

    Du hast ja recht: Das Wetter ist ja net alles und zuviel Schnee is ja a nix.
    Aber trotzdem hatten wir die letzten beiden Jahre echt die Seuche: Im Verhältnis zu Restdeutschland wenig Schnee und wenn ein Warmlufteinbruch angesagt war, haben wir ihn sofort bekommen.
    Aber was soll`s der Winter ist jetzt eh gelaufen bei uns; hoffen wir halt auf eine ausgleichende Gerechtigkeit im Winter 10/11. (da müssten wir mal wieder dran sein;-).

    Mach so weiter :-)

    Servus Roland

    Kommentar by Roland — 19. Februar 2010 @ 19:42

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