Wochen-Wettervorhersage Deutschland (KW 29, 14.7. bis 19.7.09)
…und das Chaos geht weiter. Irgendwie ist solch ein Sommer ja auch ein Vorteil. Es gibt immer Beschäftigung für Meteorologen, immer ist irgendwo etwas in Bewegung. Die Sonne scheint, Schauer und Gewitter tauchen auf, Unwetter müssen gewarnt und dürfen gemeldet werden. Und auch in dieser Woche wird es irgendwo zuschlagen, das Unwetter. Und ich hoffe, nicht bei Ihnen. Die Wettervorhersage gibt jetzt jedenfalls schon den ersten Überblick über ruhige und rumpelige Gebiete:
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Wetter und Achterbahn. Fällt Ihnen zu dieser Kombination etwas ein?
- Dienstag, 14. Juli 2009: Schwül oder warm und teils nass. Eine einheitliche Überschrift für Deutschland zu finden fällt mir für den Dienstag schwer, gebe ich zu. Denn Deutschland hat zwei Regionen zu bieten mit unterschiedlicher Luft: Da ist die gut erträgliche Sommerluft in Richtung Nordwesten. Hier scheint die Sonne, ein paar Wolkenfelder ziehen zwischen einer Linie Köln – Prenzlau und nördlich hiervon durch, sonst passiert nichts oder zumindest extrem wenig, meist bleibt es trocken. Im Süden dagegen hält sich die schwül-warme Gewitterluft. Dementsprechend muss man zwischen Südbaden und Bayern mit einzelnen, teils auch mal kräftigen Gewittern rechnen, die da neben der Sonne mal auftauchen. Und dann hätten wir noch den Grenzbereich zwischen diesen beiden Lüftchen, und der hat es in sich: Da gibt es eine Linie, in der es immer wieder schüttet, auch mit Blitz und Donner. Und angefangen von Nordbaden, Saarland, Rheinland-Pfalz und Südhessen arbeitet sich diese Zone im Tagesverlauf weiter in Richtung Südharz und knapp bis Berlin vor. Ob sie hier am Dienstag aber noch ankommt: Warten wir ab. Jedenfalls sieht es hier ganz schön grau und nass aus, und das bei maximal 24°C in Frankfurt am Main, 24°C in Erfurt und 25°C in Berlin. 26°C gibt es in Hamburg, in München schwül-heiße 30°C. Zurück.
- Mittwoch, 15. Juli 2009: So ähnlich. Es hat sich schlicht wenig geändert, da dieser Grenzbereich nur ein bisschen im mittleren Deutschland hin- und herwabert. Es sieht also weiter so aus, dass wir in Duisburg, Essen und Hamburg unbeschwert ins Freibadwasser springen können, das in München auch dringend wollen, hier aber auf Gewitter achten sollten, die auch – oh Wunder – unwetterartig ausfallen können. Irgendwo dazwischen schüttet es auch gelegentlich länger, lässt aber insgesamt nach. Vermutlich ist diese Grenzlinie etwas weiter südlich gerutscht. Die Höchsttemperaturen: 25°C in Cottbus, 26°C in Dresden, 26°C in Paderborn und 23°C an der Lübecker Bucht. Zurück.
- Donnerstag, 16. Juli 2009: Richtig schön! Für die meisten wird das ein richtig schöner Sommertag, denn dieser angesprochene Grenzbereich zieht sich jetzt in den Chiemgau, also den äußersten Südosten Deutschlands, zurück. Hier sind also noch einzelne Gewitter unterwegs, ansonsten sieht es ruhig aus, bleibt meist trocken und die Sonne gibt, was sie kann. Die Luft ist nicht so schwül, und wir erreichen 25°C in Schwerin, 26°C in Essen, 27°C in Potsdam und 31°C in Mannheim. Zurück.
- Freitag, 17. Juli 2009: Return of the Unwetter. Derzeit sieht es so aus, als ob man am Freitag nicht unbedingt unbeschwert durch die Gegend hüpfen kann. Auf breiter Front rücken von Westen Schauer und Gewitter vor, die auch ziemlich kräftig ausfallen können. Am längsten freundlich und freibadtauglich, dementsprechend aber auch prädestiniert für Unwetter am Abend ist der Osten des Landes. Seien Sie also auf alles vorbereitet bei maximal 25°C in Köln, 28°C in Halle an der Saale, 28°C in Lahr und über 30°C in Regensburg. Zurück.
- Samstag, 18. Juli 2009: Eine ziemlich sich abkühlende Sauerei. Am Samstag scheint sich dann ziemlich ähnlich zum Anfang der Woche ein Regengebiet, teils mit Gewittern durchzogen, irgendwo über NRW, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern aufzuhalten. Sonst, also in Richtung Südosten, hat man es dagegen mit mehr Sonne zu tun, allerdings auch mit Schauern oder Gewittern. Vor allem stürzen die Temperaturen ab: Im Regengebiet irgendwo zwischen Düsseldorf, Münster, Hannover und Schwerin gibt es nicht mehr als 18-19°C, in Berlin liegen wir dann noch bei rund 21°C, und auch München hat Not mit der 20°C-Marke. Zurück.
- Sonntag, 19. Juli 2009: Vokaltraining: Norden sagt: “I”, Süden: “A”. …denn südlich unserer bekannten Mittelgebirge sieht es nach einem schönen Sonntag mit ordentlich Sonne und meist ohne Regen aus. Liebe Stuttgarter, liebe Münchner: Wen ihr bei den Unwettern am Samstag also schon das Grillfleisch für Sonntag kauft, habt ihr neben der größeren Auswahl auch die Nase vorn. Nördlich davon stört ein Tief bei Skandinavien, und es stört daher immer mehr, je näher man den Küsten kommt, und zwar mit mehr Wolken, mehr Schauern, mehr Wind. Die Temperaturen sind dementsprechend verteilt mit ihren Höchstwerten: Lübeck 20°C, Essen 21°C, Nürnberg 22°C und Rosenheim 23°C. Zurück.

Hallo Frank,
wie schlimm wird denn der Freitag? Manche sprechen ja von “Weltuntergangsstimmung” oder “heftigsten Gewittern seit August 2001″.
Also nach den Modellprognosen sieht es punktuell schon unwetterartig aus, nur darf man das – finde ich – nicht auf ganz Deutschland verallgemeinern. Denn in unserm schönen Saarland glaube ich, wird nichts Dramatisches passieren, sollte die Front ja wirklich schon morgens eintreffen. Die Temperaturen liegen dann wohl noch nicht so hoch. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass sich die Luft – sollte sich die Ankunft der Front um 2 oder 3 Stunden verspäten – noch gut aufheizen könnte. Aber das halte ich für unwahrscheinlich.
Die Niederschlagssumme für den Raum Saarlouis von Montag 20 Uhr bis Dienstag 20 Uhr finde ich erwähnenswert: 37 Liter , davon 23 innerhalb der ersten 6 Stunden.
Liebe Grüße
Jannik
Kommentar by Jannik — 15. Juli 2009 @ 13:42
Hallo, wie sieht es denn mit sonntag dem 19. 7..09 aus? Meinst du, deine Voraussagen stimmen noch, andere Internetseiten, berichten von kaltem Wetter, auch im Süden, da kann man nichts von Würstchengrillen und so herauslesen,was meinst du zum Wetter in Freiburg ….Grüße
Anna
Kommentar by Anna — 17. Juli 2009 @ 9:05
Intresser Wetterbericht
Weltuntergangsstimmung erleb ich in letzer Zeit öfters, letzte woche traf es mich auf der Autobahn, haleluja!!!
Kommentar by Martin — 17. Juli 2009 @ 16:42
Natürlich ist es vollkommen normal, dass mitten im Juli das Wetter verrückt spielt, es kalt und nass ist und es im Gebirge sogar mal schneit.
Doch es ist nicht normal, wenn das passiert, während sich unsere Erde angeblich massiv erwärmen soll.
Aber nein, das ist trotzdem normal, denn unser Klima ist durch das viele viele menschengemachte CO2 schon so kaputt, dass nun alles möglich ist. Sogar eine Klimaabkühlung durch zuviel Erwärmung.
Und selbst wenn es den ganzen Sommer durch schneien würde und die Ostsee im Juli zugefroren wäre, die Menschen würden den Medien-Lügen weiterhin glauben und schön brav die CO2-Sekte mit ihren “Spenden” freiwillig unterstützen.
Der Knaller ist aber wirklich diese Meldung in diePresse.com vom 18.07.2009:
Tirol: Schneekettenpflicht im “Hochsommer”
Auf der Silvretta Straße zwischen Partenen in Vorarlberg und Galtür herrschte in beiden Richtungen Schneekettenpflicht. Auch die Timmelsjoch Hochalpenstraße ist betroffen.
Mitten im “Hochsommer” hat ein Wintereinbruch in den Tiroler Alpen am Samstag auf einigen Passstraßen für Schneekettenpflicht für alle Fahrzeuge gesorgt.
Machen Sie sich keine Sorgen, unsere Regierung hat unser Klima fest im Griff. Noch besser im Griff – und zwar im Würgegriff – hat sie aber uns, das dumme, alles glaubende Volk. Wir zahlen und zahlen und keiner stellt Fragen. Sollte es dennoch mal einer wagen, dann wird er verlacht, wie er sich “so eine lächerliche Meinung” leisten könne, wir wissen ja, dass das Klima am Umkippen sei.
Ja, richtig schön demütig der CO2-Sekte unterwerfen, immer weiter so. Nicht selbst nachdenken – und auch im Hochsommer die dicke Strickjacke, die Skijacke und die Moonboots nicht vergessen beim Picknick am fast zugefrorenen Baggersee.
Besonders beeindruckend sind die Ausreden à la “man kann ja nicht von ein paar kalten Tagen aus die Klimaerwärmung in Abrede stellen”. So, kann man nicht? Dann sollten die Menschen einfach mal die sogenannten Jahresmittelwerte selbst ermitteln, anstatt diese nur den Medien bzw. den Klimalügen-Wissenschaftlern zu glauben.
Kommentar by steffen — 20. Juli 2009 @ 13:16