Wochen-Wettervorhersage Deutschland (KW 23, 8.6. bis 13.6.2010)

Jun 07, 2010 @ 03:19 pm by Frank Wettert

Ach du dicke Backe. Herrje. Grauenhafter Horror. Das für mich wohl schlimmste Wetter kommt auf mich zu. Schwül mit Temperaturen jenseits der 30°C-Marke. Da kann mich auch die Sonne kaum hinwegtrösten über diese aufkommende Katastrophe. Sie werden sicher nicht alle so empfinden, wollen aber wissen, wo es diese 30°C und mehr geben wird? Dann auf zur Wettervorhersage für diese Woche.

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Deutschland-Wetter in 5 Minuten

Sonne, Wolken, Schauer, Gewitter
Hitze im Südosten, Regengüsse im Nordwesten: Das Wetter wird wohl recht uneinheitlich werden.

  • Dienstag, 8. Juni 2010: Die Zweiteilung beginnt. Schon am Dienstag sieht man in den ersten Ansätzen, wo es in dieser Woche weiter lang gehen wird. Denn eindeutig lässt sich ein Südost-Nordwest-Gefälle ausmachen. Während man also zwischen Sachsen, Brandenburg/Berlin und Vorpommern am sorglosesten durch die Sonne hüpfen kann, weil hier so gut wie keine Schauer unterwegs sind, können sie neben viel Sonne in Bayern schon mal vereinzelt auch von kräftigerer Natur sein. Mit jedem Kilometer von hier aus nach Westen und besonders nach Nordwesten, also in Richtung Rhein, Saar und Ems, muss man neben etwas Sonne im Tagesverlauf auch häufiger mit Wolkenfeldern und Schauern rechnen. Auch die Temperaturspanne ist ziemlich groß. Mehr als 18°C sind in Rostock nicht drin, in Potsdam aber schon 24°C, 23°C in Paderborn, 26°C in Frankfurt am Main 26°C in München und 24°C in Kaiserslautern. Zurück.
  • Mittwoch, 9. Juni 2010: Heiß geföhntes Bayern. Wir drehen den Kontrastregler beim Wetter dann am Mittwoch noch etwas weiter auf. Denn während über die Alpen schon die Mittelmeerluft schwappt, die sich da besonders im Osten Deutschlands durchsetzen wird, hat es der Nordwesten auch mit Wolken zu tun. Konkret heißt das, dass man in Fürstenzell in Bayern bei strahlendem Sonnenschein und Föhn locker die 30°C-Marke erreichen wird, während die Sonne in Hamburg nur ab und zu zu sehen sein wird, und immer wieder auch Schauer durchziehen. Einzelne Schauer und auch sonnige Abschnitte gibt es dagegen im Übergangsbereich zwischen Baden, Hessen-Thüringen, Sachsen-Anhalt und Vorpommern. Alles von hier aus nordwestlich hat häufiger, alles von hier aus südöstlich kaum Schauer. Die Temperaturen liegen bei 21°C maximal in Cuxhaven, 28°C in Magdeburg, 29°C in Berlin, 25°C in Köln, 28°C in Würzburg und 31°C am östlichen Alpenrand. Zurück.
  • Donnerstag, 10. Juni 2010: Der Osten schwitzt, der Westen blitzt. Jetzt geht es richtig spannend weiter. Die Hitze flutet jetzt vom Mittelmeer her den Osten Deutschlands. Und dazu brüllt die Sonne in diese feuchte Suppe. Das bedeutet, dass Ihnen zwischen Schwerin, Berlin und Dresden der Schweiß schon beim Griff zum Bleistift die Achseln herunterlaufen wird, während die Luft am Alpenrand ebenso heiß, aber weniger schwül sein wird. Dazu scheint erst mal die Sonne, und in Brandenburg, Berlin, Sachsen und dem östlichen Bayern dürfte es noch die meiste Zeit trocken bleiben, wobei einzelne Gewitter-Überraschungen immer mal möglich sind. Etwas anders sieht es nach Westen hin aus. Denn von Frankreich her bringt ein Tief schauerartigen Regen mit Blitz und Donner zu uns, und das wird wohl schon in der Nacht zum Donnerstag so richtig losgehen. Der Schwerpunkt des Starkregens verlagert sich dabei vom Niederrhein in Richtung Emsland und Hamburger Raum, während daneben ab und zu die Sonne zu sehen ist. Die Höchsttemperaturen im Detail: Maximal um 28°C in Bielefeld, 27°C in Bremen, 26°C in Freiburg im Breisgau, 32°C in Magdeburg, 33°C in Berlin und 32°C in Leipzig. Ächz! Zurück.
  • Freitag, 11. Juni 2010: Noch einer! Am Freitag beruhigt sich dann das Wetter im Westen, während die Gewittergefahr im Osten steigt, und das gilt besonders für Mecklenburg-Vorpommern. Es wird zwar auch östlich der Elbe viel Sonne unterwegs sein, aber einzelne Gewitter könnten es ganz schön in sich haben. Dann schauen wir noch weiter in Richtung Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Hier bekommen wir den schön unbeständigen Sonne-Wolken-Mix, und immer weiter geht es mit gelegentlichen Schauern und Gewittern, wie gesagt mit abnehmender Tendenz. Die Temperaturen erreichen noch 25°C in Duisburg, 27°C in Mannheim, 30°C in München, 30°C in Halle und 33°C in Cottbus. Passend zum Anpfiff der Fußball-WM in Südafrika werden also Erinnerungen an den Sommer 2006 wach. Zurück.
  • Samstag, 12. Juni 2010: Public Viewing oder Garden Drinking? Die Fußballfans werden sich das England-Spiel ansehen. Wieso auch nicht? Geht sogar ganz gut, weil sich von der Nordsee kühlere Luft durchsetzt, und die ist zumindest nicht so unwetterträchtig. Trotzdem wird es gar nicht so schlecht: Sonne und Wolken wechseln sich ab, immer wieder sind besonders in Richtung Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auch Schauer unterwegs, und der Wind könnte böig wehen. Sommerlicher funktioniert das öffentliche Sehen allerdings in Richtung Baden-Württemberg und Bayern, in Sachsen und in Brandenburg. Denn hier haben wir es noch mit sommerlicher Wärme zu tun. Allerdings sollte man aus der Nähe noch einmal ansehen, wie es um die Unwettergefahr bestellt ist. Wenn da mal ein Gewitter unterwegs ist, könnte es doch ganz gut was anrichten, aber wie gesagt: Meist haben wir es mit Sonne zu tun. Die Temperaturen liegen bei maximal 18°C in Bremerhaven, 25°C in Berlin, 23°C in Erfurt, 20°C in Werl und 21°C in Bonn. Zurück.
  • Sonntag, 13. Juni 2010: Angenehmes Sonntagswetter! Wie schön, wenn man so etwas schreiben kann. So wie es aussieht, ist ein bisschen frischere Luft eingesickert, wobei aber andererseits ganz gut die Sonne mitmischt. Das Ergebnis ist ein schöner Sonne-Wolken-Mix bei höchstens mal einzelnen Schauern hier und da. Das Sonntagswetter wird daher wohl weder zu kalt noch zu heiß und reicht zum Feiern, wenn Deutschland zum ersten Mal bei der Fußball WM in Südafrika spielt. Wer es sommerlich mag, sollte sich darum am weitesten weg von der kältesten Luft an der Nordsee befinden. Daher sind die Höchsttemperaturen auch wie folgt verteilt: In Kiel maximal 16°C, in Hannover 18°C, in Halle 21°C, in Berlin 21°C, in Koblenz 22°C, in Nürnberg 23°C und in München 25°C. Zurück.

4 Kommentare »

  1. Servus Frank,

    mir geht es da genauso wie Dir: Zuerst Dauerregen bei 12 Grad, den hat kein Mensch gebraucht und jetzt eine Hitzewelle von über 30 Grad, bei uns in Bayern. (Für jeden Kreislauf ein Alptraumwetter). Wieso kann es net mal, über einen Zeitraum von 2-3 Wochen bei 20-25 Grad und trockener Wärme bleiben. Nein entweder Dauerregen und Temps unter 15 Grad oder Sauhitze und jeden Tag 2-3 Grad wärmer. Das ist echt frustrierend.

    Viele Grüße aus dem Glutofen Oberbayern.

    Roland

    Kommentar by Roland — 8. Juni 2010 @ 8:39

  2. Tja Roland, das Wetter ist eben kein Wunschkonzert. Aber genug der Floskeln, das ist wahrscheinlich typisch für diesen Sommer, egal ob er nun zu warm oder zu kühl ausfallen sollte am Ende. Jedenfalls wird er unbeständig bleiben, so zumindest meine bisherige Einschätzung. Andererseits: Der Sommer ist noch lang, und es kann noch viel passieren.

    Grüße zurück in den Glutofen, immerhin habt ihr mit Föhn nicht so feuchte Luft bei Euch

    Frank

    Kommentar by Frank Wettert — 8. Juni 2010 @ 8:54

  3. Langsam deprimiert mich das ganze mit dem Wetter, denn es wird einfach nicht mehr besser, höchstens mal zwei Tage, aber was solls man damit groß anfangen.

    Kommentar by Magnus Schiller — 18. Juni 2010 @ 8:35

  4. Hallo Magnus,

    durchhalten, jetzt wird alles gut. Mehr dazu nachher in meiner Wettervorhersage für diese Woche.

    Gruß
    Frank

    Kommentar by Frank Wettert — 21. Juni 2010 @ 8:19

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