Wochen-Wettervorhersage Deutschland (KW 2, 12.1. bis 16.1.10)
Ich möchte mich jetzt gar nicht mehr um Daisy kümmern. Die Medien-Maschinerie ist genau so gelaufen, wie sie immer läuft, und man kann wahrscheinlich wenig dagegen unternehmen. Wie auch immer, kommen Sie mit mir in diese Woche, die in Sachen Wettervorhersage deutlich unspektakulärer verläuft als die letzte. Dennoch ist sie nicht ohne Tücken:
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Im Süden und Westen wird es milder, nach Nordosten hin wieder kälter. Eine Grenzwetterlage meldet sich an mit wenig Niederschlag, Glätte ist ein Thema.
- Dienstag, 12. Januar 2010: The Daisy after. Daisy geht und Bob kommt. Bob ist ein Hoch, das sich über Skandinavien festgesetzt hat und jetzt auch bei uns dafür sorgt, dass wir in Sachen Niederschläge keine Riesenmengen mehr zu erwarten haben. Stattdessen aber viel Graues und Trübes, und überall ist auch mal ein bisschen Schneegrieseln drin, im äußersten Norden auch mal handfester Schnee zum Tagesstart. Sonne gibt es am ehesten in Richtung Nordrhein-Westfalen und in Südbaden mal. Die Temperaturen bleiben gewohnt frostig mit maximal -1°C in München, -3°C in Berlin, -1°C in Düsseldorf, -2°C in Hamburg und 0°C in Kiel. Zurück.
- Mittwoch, 13. Januar 2010: Im Südwesten was Neues. Der Mittwoch zeigt dann in zarten Ansätzen die Entwicklung, mit der wir in den nächsten Tagen gelegentlich zu kämpfen haben werden. Denn ein schwaches Tief versucht hier mildere Luft nach Deutschland zu karren. Richtig weit nordostwärts kommt sie aber nicht voran. Über Plusgrade wird man sich demnach hauptsächlich südlich einer Linie Lahr - Garmisch-Partenkirchen “freuen” können, und hier ist im Tagesverlauf auch etwas Schnee unterwegs, der dann zum Abend am Oberrhein auch mal in Regen übergehen kann. Ansonsten sieht es in der Nordosthälfte gewohnt kühl-trüb mit etwas Schneegriesel aus. Richtig freundlich wird es gelegentlich zwischen NRW, Hessen, Südthüringen, Westsachsen und Bayern, wenn hier der Nebel nicht im Weg ist. Maximal liegen wir bei eben +3°C in Freiburg, -3°C in Nürnberg, -5°C in Potsdam, -3°C in Bremen und -3°C in Paderborn. Zurück.
- Donnerstag, 14. Januar 2010: Meist ruhig und etwas von oben. Grundsätzlich ruhig wird das Wetter auch am Donnerstag sein, allerdings ist es auch in den Sonnengebieten vom Mittwoch wieder eher grau, und vereinzelt ist auch geringer Schnee unterwegs, der Ihnen aufs Haupt flockt. Sogar tröpfeln kann es mal, besonders gegen Abend und in Richtung Rhein. Wie gesagt: Viel kommt aber nicht von oben. Der Temperaturkontrast nimmt zu: Maximal erreichen wir -6°C in Berlin und +4°C in Lörrach. Dazwischen liegen wir bei maximal +1°C in Düsseldorf, -4°C in Magdeburg und -4°C in Hamburg. Zurück.
- Freitag, 15. Januar 2010: Wie gewohnt. Weiter geht es mit viel Grau um nichts herum. Dieses Nichts besteht aus geringem Schnee hier und da, und wie gehabt kann es nach Südwesten hin auch mal tröpfeln. Vermutlich wird es dann im Tagesverlauf immer ruhiger, und hier und da trübt es ein. Allerdings gibt es auch sonnige Abschnitte, diese besonders am Rhein und am Alpenrand. Im Süden und Westen sind bibberfeindlichere Plusgrade möglich mit maximal +2°C in Chieming, +2°C in Stuttgart, +4°C in Rheinfelden und +1°C in Bonn. Im Gegensatz dazu schneefreundlichere -7°C maximal in Frankfurt an der Oder, -5°C in Schwerin und -2°C in Kiel. Zurück.
- Samstag, 16. Januar 2010: Kleines Achtung für den Norden. Am Samstag wird es wieder wacklig. Denn grundsätzlich kommt mal wieder wenig von oben. Allerdings gleitet in der Nordhälfte Deutschlands voraussichtlich die wärmere Luft auf die kältere auf, und dabei kann es etwas Sprühregen auf kalte Erde geben. Das bedeutet, dass Sie hier auf geräumten Strecken mit Glatteis zu kämpfen haben könnten. Südlich von Wiehengebirge, Harz und Vogtland, also grob südlich von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen, bekommen wir dagegen einen Mix aus Wolken, Nebel und Sonne ohne viel von oben. Maximal erreichen wir dabei +1°C in Duisburg, -1°C in Mannheim, -2°C in München, -5°C in Erfurt, -5°C in Halle an der Saale und -6°C in Berlin. Zurück.
- Sonntag, 17. Januar 2010: Das Achtungszeichen bleibt. Ein neues Niederschlagsgebiet bahnt sich da auf breiter Front von Westen an, und auch hier bleibt die Gefahr besonders für den Norden bestehen. Im Westen kommt dabei Regen und Schneeregen auf Sie zu. Je weiter es im Tagesverlauf aber gen Osten geht, desto eher kann der Regen aber auch gefrieren, bestenfalls geht er in Schnee über. Große Mengen gibt es auch hier nicht, aber es lohnt sich, die Wettervorhersage in dieser Zeit mal näher anzuhören. Auch im Süden ist solch eine kritische Lage nicht ausgeschlossen, die Chance auf Sonne ist aber etwas höher. Maximal erreichen wir +3°C in Offenburg, 0°C in Münster, -2°C in Hannover, -5°C in Seehausen/Altmark und -5°C in Potsdam. Zurück.

Ich bin schon ein wenig enttäuscht, dass wir in NRW nicht noch ein bisschen mehr Schnee abbekommen haben. Es liegen ja wirklich nur 10 cm, das ist für meinen Heimatort im Erzgebirge ein Witz. Die Medien haben den kleinen Schneeesturm mal eben in ein Endzeitdrama verwandelt, aber das machen sie ja immer. Die Wetterdienste melden ja für heute kaum noch Schnee, irgendwie schade.
Kommentar von Mia — 11. Januar 2010 @ 15:58
Hallo Mia,
ja, aber diese Schneemenge war genau so erwartet worden. Leider gingen diese “unspektakulären” Wettervorhersagen im Mediengetöse unter.
Kommentar von Frank Wettert — 11. Januar 2010 @ 21:08
Hey Frank,
wie ist denn Deine persönliche Tendenz für ende Januar und anfang Februar?
Können wir da mit mehr Kälte rechnen?
Ich dachte da so an -10°C bis -20°C.
mfg Matthias
Kommentar von Matthias — 12. Januar 2010 @ 18:00
Hallo Matthias,
ich gehe weiter von Kälte aus, also mit unternormalen Temperaturen. Für genaue Werte ist es dabei aber zu früh, außerdem weiß ich nicht mal, welche Region Du meinst.
Gruß
Frank
Kommentar von Frank Wettert — 13. Januar 2010 @ 8:32
Hallo Frank,
also kein Ende der Eiszeit für Thüringen in Sicht?
Viele Grüße
Claudia
Kommentar von Claudia — 13. Januar 2010 @ 9:50
Zitat:
“außerdem weiß ich nicht mal, welche Region Du meinst.”
19246
Kommentar von Matthias — 13. Januar 2010 @ 16:23
Hallo Claudia,
nein, nur eine vorübergehende Phase mit hier und da Null- oder leichten Plusgraden tagsüber am Sonntag und Montag.
Hallo Matthias,
ah, gut. Also bisher ist kein konkretes Ereignis mit -20°C in Sicht. Es ist aber immer möglich, vor allem nachts bei Aufklaren über Schneeflächen. Wenn es eine Änderung kommt, wirst Du das ja hier erfahren…
Kommentar von Frank Wettert — 14. Januar 2010 @ 6:02
Also ich finde zum Teil übertreiben die Wetterberichte. Habe jetzt Daisy nicht so schlimm empfunden. Aber vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück, dass er an mir vorbei gezogen ist.
Kommentar von Tatjana Muschlik — 15. Januar 2010 @ 12:21