Wochen-Wettervorhersage Deutschland (KW 13, 24.3. bis 29.3.09)
Sie haben es ja vielleicht gemerkt: Das Wetter diese Woche ist nicht gerade als frühlingsartige Muse geeignet. Weniger möchte man Liebesreime zu Papier bringen. Viel mehr dunkel gefärbte Hasssonnetten auf vergilbten Papppostern über vom Sturm angenagte Stofffetzen. Vielleicht fügt man aber noch eine Strophe über die Schönheit der deutschen Sprache nach der Rechtschreibreform hinzu, weil man jetzt so schön häufig drei gleiche Buchstaben hintereinanderschreiben kann. Zum heutigen Welttag der Meteorologie werde ich mir gleich darauf Tee in mein Teeei packen. So, genug abgelenkt, kommen wir zum Ernst dieser Woche, der Wettervorhersage:
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Ihr Liebling und Begleiter in dieser Woche: Der Regenschirm.
- Dienstag, 24. März 2009: Das volle Programm. Rein egoistisch gesprochen ist das ein hervorragendes Wetter! Denn es zeigt heute beinahe seine gesamte Bandbreite, und wo außer im Frühling oder Herbst ist das schon möglich? Aber teilen wir ein bisschen auf: in den Mittelgebirgen, in Sachsen und besonders auch im bayerischen Flachland steht man schon hier und da im Schnee auf, der aber tagsüber zumindest in tiefen Lagen wieder abtauen kann. Auch sonst sollten Sie besonders von Sachsen-Anhalt und Thüringen aus weiter ostwärts bis hin zur Ostsee mit Schnee- und Schneeregenschauern rechnen. Begleitet wird das natürlich weiter von einem böigen Wind. Besser sieht es in Richtung Nordsee aus, da kommt die Sonne mal ganz gut durch, und Schauer sind hier nur vereinzelt möglich, auch in Nordrhein-Westfalen sind es nicht mehr ganz so viele. Die Temperaturen sind dazu geeignet, auch begnadetste Geduldslöwen in Knurrlaune zu bringen: In Dresden maximal 5°C, in Berlin 4 bis 5°C, in München 4°C, in Stuttgart 6°C, in Hamburg 6°C und in Köln 8°C. Zurück.
- Mittwoch, 25. März 2009: In 9 Monaten ist Weihnachten. Und das Wetter möchte schon ein wenig einstimmen. Andererseits: Zu Weihnachten bekommt man ja eher selten Schnee. Das soll an diesem Tag anders sein, das gilt insbesondere für Bayern. Denn nach der sehr kühlen Luft kommt eine neue Front durch, wobei die etwas mildere Luft auf die Frostluft der Nacht aufgleitet. Darum haben wir es erstmal häufig mit Schnee zu tun, der dann im Tagesverlauf in Schneeregen und handfesten, ausdauernden Landregen übergeht. Vermutlich wird es in Nordrhein-Westfalen am wenigsten Schnee geben. In Richtung Brandenburg, Vorpommern und Sachsen ist sogar noch etwas Sonne dabei. Dabei erreichen wir grandiose 4°C in Frankfurt an der Oder, 5°C in München, 7°C in Frankfurt am Main und 8°C in Düsseldorf. Zurück.
- Donnerstag, 26. März 2009: Schmuddel. Weiter geht es jetzt mit dem Regenspaß. Auch heute nehmen Sie bitten den Ihnen mittlerweile treu gewordenen Regenschirm an ihre Hand und lassen die Sonnenbrille, wo sie ist. Denn wenn, dann gibt es höchstens mal in der Osthälfte hier und da ein paar Auflockerungen. Sonst bleibt es beim üblichen Grau, und Regen ist auch wieder dabei. Die Schneefallgrenze dürfte übrigens im Tagesverlauf auf 800m steigen, das als kleiner Trost. Die längsten trockenen Abschnitte gibt es übrigens zwischen Berlin, Schwedt und Putbus, und am nassesten wird es wahrscheinlich vom Niederrhein bis nach Niedersachsen. Ein bisschen weniger kalt ist alles, was ich Ihnen anbieten kann: Maximal 6°C in München, 8°C in Berlin, 8°C in Erfurt, 9°C in Freiburg und 10°C in Köln. Zurück.
- Freitag, 27. März 2009: Hoffnung? Ein bisschen! Alles bleibt, wie es ist, nur dass die Regenmengen vielleicht nicht mehr das Niveau vom Donnerstag erreichen. Meist bleibt also alles beim gewohnten Grau, ein paar Minütchen Sonne sind vielleicht mal drin. Und jetzt zur Hoffnung, und die bezieht sich auf alles zwischen Südbaden und Chiemgau: Das Alpenvorland hat nämlich wieder einmal sonnenscheintechnisch die Nase vorn, und hier gibt es auch nur noch einzelne Schauer. Immerhin ziehen die Temperaturen an: Maximal geht es auf 8°C in Hamburg, 10°C in Potsdam, 9°C in Paderborn, 12°C in Mannheim und 10°C in München. Zurück.
- Samstag, 28. März 2009: Neid auf Oberbayern. Während der Großteil Deutschlands keine Probleme dabei hat, Verbesserungsvorschläge für das Wetter zu finden, da es wieder einmal von Regen heimgesucht wird, sieht es von München bis Straubing und Fürstenzell viel, viel besser aus. Denn hier scheint die Sonne, es ist meist trocken und auch ziemlich mild. Am nassesten wird es dagegen von Baden über Rheinland-Pfalz, NRW und Niedersachsen bis nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg. Der Rest hat so ein Wetter zwischen den Stühlen erwischt mit vielen Wolken, etwas Sonne und wenig Regen. Die Temperaturen machen aber Hoffnung: Immerhin erreichen wir 14°C in München, 14°C in Berlin, 12°C in Schwerin, 11°C in Bremen und 12°C in Bonn. Zurück.
- Sonntag, 29. März 2009: Da ist Musik drin. Ein Kampf der Luftmassen scheint sich am Sonntag anzubahnen. Denn die Frühlingsluft scheint von Westen wieder durch kältere ersetzt zu werden. Das klingt in der Westhälfte zumindest nach einer Neigung zu Schauern hier und da, und teilweise sind sogar Gewitter möglich. Nach Osten hin hält sich erst noch die mildere Luft mit etwas Sonne, während es irgendwann später auch hier mit ersten Schauern losgeht. Hinter den Schauern kann dann an der Nordsee die Sonne wohl noch einmal durchkommen. Die Temperaturen zum Sonntagsspaziergang: In Görlitz 15°C, in Berlin 15°C, in Magdeburg 14°C, in Nürnberg 13°C, in Kassel 11°C und in Bochum 11°C. Zurück.

Ja, was wird denn jetzt aus dem Frühling? Wie lange soll denn das noch gehen? Es ist mittlerweile seit 4 Monaten kalt, trüb, grau, regnerisch und das am Stück! Ohne jegliche Milderung und wenn, dann immer nur zu kurz!
Mann, ich will jetzt endlich den 20-Grad-Frühling mit viel Sonne und hohem Luftdruck!
Hätten wir uns doch auch verdient, oder?
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das nur bei UNS das Wetter so verrückt spielt, wenn ich nach Spanien schau, Sonne und 20 Grad, immer Sonne, immer Hochdruck, ich bin sehr für spanische Verhältnisse!
Die Welt könnte mal was abtropfen, findest Du nicht auch?
Kommentar by Lohengrin — 23. März 2009 @ 16:31
Lohengrin,
ich kann den Groll verstehen. “Abtropfen” ist dabei überhaupt das Stichwort. Denn genau das brauchen wir. Dass etwas über Spanien abtropft ist überhaupt das Szenario ab Monatswechsel. Sprich: Die Verhältnisse könnten sich umkehren: In Spanien wird es dann sehr mau und kühl, bei uns dafür endlich wärmer.
Es gibt tatsächlich Hoffnung um den Monatswechsel, und das ist kein Aprilscherz. Verhaltener Optimismus ist angebracht.
Kommentar by Frank Wettert — 23. März 2009 @ 18:52