Wochen-Wettervorhersage Deutschland (KW 1, 05.01.2011 bis 09.01.2011)
Die KW ist von 52 auf 1 gesprungen. Die Hochs sind ab sofort wieder weiblich und die Tiefs männlich. Und der Winter verabschiedet sich im Laufe dieser Woche. Das sind kurz und knapp die sensationellen Ereignisse rund um die Wettervorhersage, die krankheitsbedingt um einen Tag verspätet erscheint und damit auch verkürzt ist:
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In dieser Woche beginnt die große Schneeschmelze. Hochwassergefahr bahnt sich an!
- Mittwoch, 5. Januar 2011: Fast so wie immer. Schaut man sich den Mittwoch allein an, so könnte man meinen, dass alles so weitergeht wie im Jahr 2010. Wir starten mit Nebel- und Hochnebelfeldern, zum Teil, besonders am Alpenrand und im Osten Deutschlands, aber auch sonnig in einen frostigen Mittwoch. Nur an der Nordsee tummeln sich schon viele dichte Wolken, und hier, auch im gesamten Schleswig-Holstein, müssen Sie mit Schnee rechnen. Und dazu pfeift auch noch ein ganz anständiger Südwind, Verwehungen sind also auch wieder mit dabei. Ansonsten kämpft sich die Sonne im Tagesverlauf häufiger mal durch, und trocken bleibt es auch. Ach, man merkt doch, dass sich was ändert, zumindest am Rhein. Denn von hier steigen die Temperaturen bis zum Abend. Und bis dahin haben wir Höchstwerte von -6°C in Dresden, -5°C in Berlin, -4°C in Magdeburg, -2°C in Frankfurt am Main, +2°C in Duisburg und sogar +5°C in Freiburg. Zurück.
- Donnerstag, 6. Januar 2011: Die heiligen Könige auf Schlittschuhen. Jetzt wird der Frost allmählich vertrieben. Allerdings bedeutet das im Übergang mal wieder Probleme. Denn von Rhein und Main her regnet es sich schon in der Nacht zum Donnerstag ein, nach Norden hin schneit es eher noch. Und das bedeutet, dass sich eine Glatteiszone im Verlauf des Donnerstags von West nach Ost durch Deutschland bewegt, auf die wir achten müssen, während die Plusgrade reinrauschen. Und auch tagsüber müssen wir noch mit leichten Schnee an der Ostsee und sonst Schneeregen und Regen rechnen. Sonne gibt es nur noch im Erzgebirgsvorland, in Ostsachsen und am Alpenrand. An den Küsten weht dann dazu auch der passende Südwestwind ganz ordentlich. Die Temperaturen ziehen an bis auf maximal +3°C in Greifswald, +5°C in Potsdam, +4°C in München, +4°C in Paderborn und +10°C in Bad Bellingen. Zurück.
- Freitag, 7. Januar 2011: Geschmuddel is back. So kennen wir unseren deutschen Winter wieder. Nach einer Nacht, die nur in Richtung Nordsee und in Höhenlagen mit Minusgraden daherkommt, gibt es weitere dichte Wolken und fast überall Regen. Nur das Alpenvorland hat mal wieder ein paar föhnige Chancen auf Sonne, hier kommt so gut wie gar nichts von oben. Ebenso sieht es von Berlin bis in Richtung Uckermark selten nach Regen aus. Die Temperaturen klappen weit auseinander: Auf Rügen gibt es letzte Schneeflocken bei +1°C maximal, +4°C in Berlin, +8°C in Freising, +6°C in Kassel und +8°C in Düsseldorf. Zurück.
- Samstag, 8. Januar 2011: Entspannt von oben, verspannt von unten. Es nieselt ein bisschen vor sich hin an diesem Samstag, während wir dem Schnee beim Verschwinden zusehen, am Niederrhein und im Emsland wird es schon schwierig, überhaupt noch welchen zu finden. Wenig bis gar keinen Regen gibt es dagegen in Richtung Landkreis Tübingen und Südbayern. Im Gegenteil, hier sind auch wieder die Chancen für die Sonne am größten, während sie sonst höchstens mal kurz zwischen Lücken zu sehen ist. Die Temperaturen werden Sie mir so nicht glauben. Sie liegen aber maximal bei +9°C in Leipzig, +7°C in Cottbus, +6°C in Schwerin, +9°C in Hannover, +10°C in Bielefeld und +12°C in Koblenz. Zurück.
- Sonntag, 9. Januar 2011: 90er-Winter. Einen Winter, wie man ihn nach den 90er Jahren erwarten würde, gibt es auch am Sonntag. Nämlich mit vielen Wolken und vereinzelt ein paar Regentropfen. Immerhin ist es nicht überall und immer dicht, ein paar Lücken sind immer mal möglich und – Sie werden es ahnen – besonders zwischen Garmisch-Partenkirchen und Bad Reichenhall ist auch mehr als eine Stunde Sonnenscheindauer möglich. Übrigens gibt es auch nur hier, im Südosten Deutschlands, noch Nachtfrost. Die Temperaturen steigen dann tagsüber auf maximal +3°C in Regensburg, +5°C in Brandenburg an der Havel, +6°C in Halle, +6°C in Salzwedel, +6°C in Hamburg und +8°C in Bonn. Zurück.

Hallo Frank!
Und ich hatte mir als Stammhörer bzw. -leser schon Sorgen gemacht. Dann gute Besserung und uns allen entspannteres Wetter.
Grüße
Ronni
Kommentar by Ronni — 4. Januar 2011 @ 16:34
Hallo Frank,
sind die “vorsichtigen”Januar- Prognosen die ich auf Radio SAW von Dir gehört habe jetzt alle hinfällig?60% zu kalt-30 bis 40% extrem zu kalt.Überraschungen bleiben nicht aus!Da ist die Überraschung. Überall Tauwetter bis 1500m Höhe und fast zweistellige Plusgrade.Bitte kein all zu langes Schmuddellwetter.Ich hoffe doch es gibt in nächster Zeit wieder eine Umkehr zu einer NO bis Ostströmung.Gruß André.
Kommentar by André — 4. Januar 2011 @ 20:16
Hallo André,
Du weißt bestimmt, wie ich zu Langfrist-Prognosen stehe. 60% für zu kalt sind immer noch 40% für normal oder zu mild. Eine solche Phase ist also keine Überraschung. Und selbst in den härtesten Wintern gab es Tauwetter-Phasen.
Die Frage ist wirklich, wie lange das anhält. Vermutlich bis in die nächste Woche hinein, zur Monatsmitte wackeln dann die Prognosen. Es gibt Kaltlufteinbrüche, aber noch genug Modellberechnungen, die auf mild stehen bleiben. Da können wir einfach nur abwarten…
Kommentar by Frank Wettert — 5. Januar 2011 @ 9:47
Dank Ronni übrigens und Grüße und Wünsche zurück!
Kommentar by Frank Wettert — 5. Januar 2011 @ 9:47
@Andre , geht es Dir irgendwie zu gut ? Wie kann man sich denn diese Horrorkälte wieder zurück wünschen ? Reicht das nicht schon was wir hatten ? Das ganze Jahr 2010 war doch bis auf den Juli durchweg zu kalt . Nun dürfte es bald genug sein. Dir wünsche ich das Du mal Schnee und Eis beseitigen musst und das Du merkst was frieren heißt .
Wenn Du den Winter so liebst dann zieh nach Skandinavien oder zum Nordpol.
Und Frank , Dir wünsche ich eine möglichst schnelle Genesung und mach weiter so .
Gruß Rolf
Kommentar by Rolf K. — 5. Januar 2011 @ 10:39
Servus Frank, erstmal Dir ein gutes neues Jahr und viel Gesundheit bzw. gute Besserung. Normalerweise würde ich als Winterfan bei dieser Prognose eine meiner üblichen Schimpftyraden loslassen;-) diesmal aber aus zwei Gründen nicht:
))
- Sind wir in Bayern Tauwetter-Einbrüche gewohnt
- Bin ich seit Heiligabend mit dem Wetter versöhnt
Allen Usern noch ein gutes neues Jahr und hoffentlich kein Hochwasser.
Roland
Kommentar by Roland — 5. Januar 2011 @ 13:04
so verwunderlich ist der regnerische januar auch nicht. da es im oktober zu kalt war, ist es erwartungsgemäß im januar eher warm (zu 70 prozent). zudem war es ende november sehr feucht (wenn auch als schnee) – ein zeichen, dass auch der februar sehr feucht wird. eine passende analyse von zwei dwd-wetterexperten dazu gibt es hier:
http://www.brennstoffspiegel.de/frame.php?module=articles&id=9860&page=1&menu=7
Kommentar by lutz schulz — 7. Januar 2011 @ 11:14
Mal wieder eine gute Vorhersage. Die steigenden Temperaturen machen mir und meiner Migräne zu schaffen und es schmuddelt vor der Tür vor sich hin. Mit dem Blitzeis hatte ich in diesem Maße allerdings nicht gerechnet. Ich bin sehr gespannt, wie es in den nächsten Wochen weitergeht.
Kommentar by Ricarda — 7. Januar 2011 @ 15:07
Hallo,
Danke, hat mir in meiner Planung sehr geholfen!
Danke für den Beitrag, auf den ich (inklusive dieses Blogs) durch zufall aufmerksam geworden bin
Gruß
Frank
Kommentar by Frank — 8. Januar 2011 @ 11:46