Was Barbara Eligmann nicht wusste: werden Sie glückliche Eltern!

Mai 18, 2007 @ 02:05 pm by Frank Wettert

Eine merkwürdige Überschrift. Das mag unter anderem am Ostseerauschen liegen, das mich umgibt, oder auch an meiner leicht angemürbten Geduld, angenagt durch die Zeit, die heutzutage eine Webseite zum Aufbau in der Datenübermittlungsgeschwindigkeit eines Modems via GPRS braucht. (Denn UMTS kennt man hier scheinbar nicht. Nun ja, im Urlaub soll es auch alles etwas gemütlicher zugehen.)

Ich möchte Ihnen von meiner Reise berichten. Volkstümlich würde man es wohl als “eine Reise mit Hindernissen” bezeichnen, aber auch wohl nur, wenn einen ein Elternteil am Telefon danach fragt, und man nur begrenzte Lust verspürt, daraus eine epische Ausmaße annehmende Story zu machen.

Ein bisschen präziser möchte ich aber schon werden. Falls Sie Eltern sind, wissen Sie, wie enorm man sich verspäten kann. Kinder scheinen einen Instinkt dafür zu haben, das Ausmaß der Zerstückelung der eigenen Wünsche zu maximieren, je näher man an einen festgelegten Termin kommt: “Ich muss auf die Toilette!” (Geschehen, drei Minuten später:) “Oh! Ich habe vergessen, mir die Hände zu waschen!” (Wie penibel der kleine Dreckspatz auf einmal sein kann, wo er sonst seine braune Fünffingersilhouette gern gleichmäßig über die Innenwände verteilt) … ja, Eltern wissen das. Barbara Eligmann auch.

Wenn es aber darum geht, wie man nach einem Sechzehnkilometerstau die Frage “Wie lange dauert es noch?” beantwortet, hätte ich seinerzeit bei Explosiv gerne den Tipp gehört: “Sagen Sie niemals, dass Sie das schlimmste hinter sich haben”.

Denn dann kam am Mittwoch die Vollsperrung. 30 Minuten Stillstand auf der Autobahn. Und der Regen. Und Ichmusspipi.

Aber: jetzt ist es hier phantastisch, und das gilt von der Troposphäre bis hier runter. Mit der Sonne, der Entspannung und dem ganzen Tourismusquatsch. Den ich langsam richtig zugenießen beginne…

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