Mexiko-Flut: Bundesstaat “Tabasco” zu 80% unter Wasser

Nov 02, 2007 @ 02:39 pm by Frank Wettert

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Nach sehr kräftigen Regenfällen heißt es für den Süden Mexikos “Land unter”. Die Nachrichtenagentur AFP meldet, dass 80% des Bundesstaates Tabasco, eine Fläche so groß wie Belgien, unter Wasser steht. Dabei sei die unglaubliche Zahl von 850 Städten überflutet worden, ein Mensch sei getötet worden, etwa eine Million Menschen seien auf der Flucht.

(c) 2007 AFP

Was passiert hier? Ursache ist kalte Luft, die aus dem hohen Norden sehr weit südwärts kommt. Dies funktioniert in Amerika besser als bei uns, da das Hauptgebirge, die Rocky Mountains, in Nord-Süd-Richtung orientiert sind. Damit steht es der kalten Luft auf dem Weg nach Süden nicht “im Weg” (wie das bei unseren Alpen der Fall ist):

Äquipotenzielle Temperatur als Maß für den Energiegehalt der Luft am 1.11. um 13 Uhr MEZ
Eine Karte mit der so genannten “äquipotenziellen Temperatur”, ein Maß für den Energiegehalt der Luft. Grob gesagt sieht man hier am besten, wie weit die kalte Luft südwärts vorankommt. Quelle: Wetter24 Profikarten

Die feucht-warme Luft, die dann aus dem Golf von Mexiko dazukommt, liefert die notwendige Energie: und schon haben wir alle Zutaten zusammen für ganz intensive Gewitter. Mehr zum Thema Gewitter finden Sie in meiner GEIL, der Globalen-Erwärmungs-Informations-Liste.

2 Kommentare »

  1. With difficult I readed your blog in german. (Thanks to a translation engine). I am a mexican journalist so worry about weather changing.
    We have this great disgrace in my country and we want to know really what happened here. Someone says that sea waves does not let the water to drain…
    Do you think that sea could get a higher than normal level in this case?

    Kommentar by marco tulio culebro — 4. November 2007 @ 17:35

  2. Thanks for your interest, Marco,

    after considering the special situation in Tabasco, there really could be some connection there.

    I’ve taken a look at the wind force and direction over the Gulf, and possibly in this special case, the incoming water could have prevented the drainage. But I guess that this is only one of many aspect, and a rise in sealevel doesn’t seem to be comprehensible.

    I really don’t think that this particular event is a hint to a long term weather change but a special case in which many knurls meshed in the big weather machine, causing this severe flooding.

    But we should keep focus on the development to see if there will be more of those extreme floodings in the next couple of years.

    Kommentar by Frank Wettert — 5. November 2007 @ 5:58

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