Globale Erwärmung macht so viel Angst wie Arbeitslosigkeit
Der Großangriff hat funktioniert: weltweit 2 von 5 Medienkonsumenten wollen Aktivitäten der Regierung
Es ist wie eine Dauerbefeuerung auf den öffentlichen Nerv: erst der milde Winter, dann der Rekordfrühling mit dem heißen und trockenen April. So trocken, dass Bild schon die Wüste nach Deutschland holen wollte. Genau in diese Rekordmeldung reihte sich der IPCC-Bericht, und nun der G8-Gipfel.
Wie in einem C64-Spiel
Dazu müssen Sie ja auch bedenken, dass jedes mediale Geruckel ein Vor- und ein Nachbeben hat. Nimmt man all diese klimabezogenen Ereignisse zusammen, so bekommt man das, was ich damals immer an meinem C64-Joystick hatte (worauf ich sehr stolz war, hat es mich doch den Großteil meines Taschengelds gekostet): Dauerfeuer.
Mit Dauerfeuer war ich in meinen Spielen immer der Held. Die Schüsse kamen schneller und häufiger, als es mein Gegenüber ertragen konnte, womit er irgendwann die Waffen strecken und aufgeben musste. Ich stand da als Sieger, als Choplifter-Held der sechsten Klasse.
Wie Medien manipulieren
Ist es hier nicht genauso? Man bekommt doch gar nicht mehr die Möglichkeit, sich über die Richtigkeit der Meldungen Gedanken zu machen: als alltäglicher Konsument der Tagesthemen und der Morgennachrichten auf seinem Lieblings-Radiosender bekommt man nur noch Verhandlungen über Emissionsgrenzen und gemeinsames Vorgehen gegen den Klimawandel vorgelesen. Angela Merkel möchte sogar die Erderwärmung auf 2°C begrenzen. Welch herrliche Vorgabe! Ich bin fest davon überzeugt, dass nicht einmal sie, die Physik-Perle der Uckermark, weiß, welche Faktoren sich in welchem Verhältnis auf die globale Erwärmung auswirken und welche davon überhaupt steuerbar sind. (”Mama, die Bombe dort explodiert gleich! — Ja, bleib hier stehen, aber sorge bitte dafür, dass Dich nicht mehr als 2 Trümmerteile treffen. — Äh, Mama?”)
Wie Vermutungen zu Tatsachen werden
Sie stehen dort und sehen mich fragend an. Verständlich! Es wird an der Zeit, mich zusammenzureißen und mein bescheidenes Kleingeld zum Thema “Globale Erwärmung und Medien” abzugeben: die Entwicklung der folgenden Monate macht mir eines deutlich:
Wird man dem Medien-Dauerfeuer mit Maßnahmenkatalogen gegen ein Irgendetwas ausgesetzt, so akzeptiert man dieses Irgendwas immer mehr als feststehende Tatsache.
In diesem Fall heißt unser Irgendetwas: “CO2 ist hauptverantwortlich für die globale Erwärmung.” Um es noch plastischer zu machen: je mehr gesagt wird: “wir müssen etwas gegen die CO2-Emissionen unternehmen, damit die globale Erwärmung nicht voranschreitet, wir müssen etwas gegen die CO2-Emissionen unternehmen, damit die globale Erwärmung nicht voranschreitet, wir müssen etwas gegen die CO2-Emissionen unternehmen, damit die globale Erwärmung nicht voranschreitet” … desto weniger hinterfragen die Menschen, ob denn diese Maßnahmen überhaupt umfassend helfen können. Es entsteht die Meinung: CO2 sorgt für die globale Erwärmung. Punkt.
Wie Klima-Kritiker verstummen
Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch: ich möchte ja gar nicht eine Abhängigkeit bestreiten. Es geht viel mehr darum, dass der Wissenschaftler im Hintergrund noch zu erwähnen hätte, dass es da noch diverse andere Dinge und Ungereimtheiten zum Thema Klimawandel gibt. Aber er wird nicht gehört, denn die Mehrheit der Bevölkerung wird vom Blätter- und Medienrauschen angeschrien.
Was hat das Trend-Thema Klimawandel nun bewirkt? Etwas, was wir sehr gut können: Angst haben.
19% der Deutschen haben Angst vor globaler Erwärmung
Die Nielsen Company und die Universität von Oxford haben in einer Studie herausgefunden, dass weltweit 9% mehr Menschen als noch vor einem halben Jahr das Thema Globale Erwärmung als ihre größte oder zweitgrößte Besorgnis einstufen (Anstieg von 7% im Oktober 2006 auf 16% im Oktober 2007), in Deutschland betrug der Anstieg sogar 12% (von 7 auf 19%).
Für die Österreicher ist die Klimeerwärmung genauso besorgniserregend wie der Jobverlust
In Österreich ist die Besorgnis um den Klimawandel sogar extrem angestiegen: in der zweiten Hälfte 2006 zeigten sich etwa 5, im April 2007 über 30% interessiert am Klimaschutz. Damit haben genauso viele Österreicher Angst, ihren Job zu verlieren, wie dass Ihnen die klimatologische Apokalypse bevorsteht, wie die Wiener Zeitung berichtet.
“Die Regierung soll handeln, ich flieg’ in den Urlaub”
Zwei von fünf Befragten weltweit sagen dazu, dass die Regierung die Emissionen begrenzen und mehr Geld in die Forschung stecken soll. Gleichzeitig glauben übrigens nur 3%, dass sie selbst etwas zum “Klimaschutz” beitragen können, wie etwa Flugreisen eindämmen. Und diese drei Prozent stammen beinahe komplett aus Deutschland und Großbritannien.
Interessant, was man beim Thema Klima in den Medien auch noch über die Psyche des Menschen erfährt…
Und es sollen alle erfahren: mit Hilfe von YiGG und Webnews.

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