Globale Erwärmung gibt es zurzeit nicht

Dez 29, 2007 @ 07:23 pm by Frank Wettert

In ihrer WELT-Kolumne haben die Autoren Maxeiner und Miersch, Autoren des Buches Hurra, wir retten die Welt, Untertitel: Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen ihr Resümee des Jahres 2007 gezogen. Nun werden Kenner dieser beiden Journalisten bereits ahnen, was das Ergebnis ist: die Klima-Hysterie ist im Jahr 2007 unbegründet wie selten, eine globale Erwärmung ist nicht nachweisbar.

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Nun mag man Maxeiner und Miersch genau den Populismus vorwerfen, den die Klimakritiker auch Al Gore unterstellen, ich muss persönlich zugeben: teilweise auch zu Recht, aber ihre zusammengetragenen Erkenntnisse sind eine Beachtung wert. Ich möchte sie zur Übersicht noch einmal stichpunktartig destillieren:

  1. Seit 2001 ist die globale Temperatur in etwa konstant geblieben
  2. Seit 1998, dem bisher wärmsten Jahr, stagniert Temperatur
  3. Wäre die prognostizierte Erderwärmung eingetreten, so müsste die weltweite Durchschnittstemperatur um etwa 0,3°C höher liegen
  4. Die Oberflächentemperatur der Meere und der Wärmegehalt der oberen Wasserschichten hat in den letzten vier Jahren nicht mehr zugenommen
  5. Die Hurrikan-Saison ist eher schwach ausgefallen
  6. Die Zahl der von Naturkatastrophen getöteten Menschen ist gegenüber den Vorjahren stark zurückgegangen
  7. Die Zeitschrift “Nature” veröffentlichte im Dezember eine Studie, nach der wärmere Zeiten wenn überhaupt nur einen minimalen Einfluss auf die Entwicklung von Hurrikanen haben

Kritik

Eine Kritik soll die Fakten ins rechte Licht rücken: 1998 war nicht das bisher wärmste Jahr, glaubt man dem National Climatic Data Center der amerikanischen Organisation NOAA. Dies gilt nur für die Oberflächentemperatur der Ozeane. Nimmt man dagegen nur die Temperatur der Kontinente, so ist 2007 sogar tatsächlich das bisher wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn.

Globaltemperatur im Vergleich
Globaltemperatur-Anomalie von Januar bis November 2007 und Vergleich seit 1880 auf Grundlage der Analyse von Smith und Reynolds aus dem Jahr 2005. Quelle: NCDC/NOAA

Schaut man sich aber in der obigen Grafik den Verlauf der gesamten globale Temperatur an, so ist tatsächlich seit Jahren kein signifikanter Trend mehr auszumachen. Gleiches gilt für globale Temperatur-Extreme, wie es das NCDC schreibt:

Global temperature extremes have been found to exhibit no significant trend in interannual variability

Fazit

Mit der obigen Relativierung im Hinterkopf sollte das Gros der gesicherten Beobachtungen und dessen Diskrepanz zu den vorhergehenden, teils apokalyptischen Vorhersagen doch hellhörig machen.

Es scheint dem Menschen an sich weiterhin schwer zu fallen, sich damit abzufinden, dass er noch längst nicht alles verstanden hat. Erst recht nicht so ein komplexes System wie die Atmosphäre und die Wechselwirkungen mit vielen anderen Faktoren.

12 Kommentare »

  1. Öhm… also ich lese die Grafik so, dass die Temperatur seit Jahren steigt. Jetzt steigt sie zwar nicht mehr exponentiell, aber steigen tut sie immernoch deutlich. Die positivste Interpretation, die ich da sehe, wäre, dass der Klimawandel sich nicht noch weiter verstärkt sondern nur mit dem “gewohnten” Tempo voranschreitet.

    Kommentar by Flo — 30. Dezember 2007 @ 15:15

  2. Schaut man sich die “Land & Ocean” Kurve an, so ist doch kein Anstieg mehr auszumachen.

    Die einzige Kurve, die derzeit noch steigt, ist die der Landoberflächen-Temperatur. Wenn aber gleichzeitig die Oberflächentemperatur der Meere rückläufig ist (immerhin rund zwei Drittel der Erdoberfläche), so scheint das zur Kompensation zu genügen.

    Es schreitet demnach nichts mehr voran, sondern bleibt konstant grob einen Grad über dem Index. Dieses eine Grad ist aber keine Ableitung. Könnte hier ein Denkfehler vorliegen?

    Kommentar by Frank Wettert — 30. Dezember 2007 @ 18:49

  3. Ich denke die Frage ist, ob die Erwärmung nur Luft holt oder zu Ende ist. Und auch wenn alles Mögliche behauptet wird: Keiner kann diese Frage eindeutig beantworten. So gut ist das Klima noch nicht verstanden.
    Was mich aber an den NCDC/NESDIS/NOAA Daten interessieren würde:
    Wir die Urbanisierung bei den Landtemperaturen berücksichtigt ? Städte sind bekanntlich wärmer als das Umland und die Weltbevölkerung wächst. Man dürfte eigentlich nur ländliche Regionen analysieren, da in den Städten eine Verzerrung vorliegt. Dies könnte erklären, warum sich in den Daten das Land weiter erwärmt, der Ozean aber nicht.

    Kommentar by Storm — 31. Dezember 2007 @ 16:53

  4. Die Urbanisierung ist zwar bekannt, wird aber nicht berücksichtigt. Die Folgen der Urbanisierung lassen sich schwer parametrisieren, es gibt somit keinen eindeutigen Urbanisierungskorrekturfaktor, mit dem sich eindeutig nachweisen ließe, wie stark der Anstieg der Landtemperatur auf die Städte zurückzuführen ist.
    Es gibt freilich Studien, die einen Großteil der gestiegenen Landtemperaturen (zumindest regional) auf eine geänderte Landnutzung zurück führen. Das müssen nicht nur Städte sein. In der Landwirtschaft bewirkt z.B. eine Bewässerung oder die modernen dichten Weizenfelder (die sehr feucht sind), dass das latente Wärmepotenzial der Flächen deutlich höher ausfällt als früher. Das zeigt sich vor allem in deutlich höheren Nachttemperaturen, während die Tagesspitzen sich kaum verändert haben.
    Letztendlich muss der Mensch wohl akzeptieren, dass er seine Umwelt massiv beeinflusst und damit natürlich weitere Effekte auslöst, die nicht immer zum Besten sind…

    Kommentar by lu-glidz — 2. Januar 2008 @ 11:17

  5. Da die Landnutzung so bedeutsam scheint, ist es vielleicht etwas leichtsinnig, die gemessenen Temperaturen alleine mit den Treibhausgasen (oder z.B. der Sonne) in Verbindung zu bringen, da der Mensch die Eroberfläche massiv beeinflusst. Der Gletscherrückgang am Kilimandscharo z.B. ist ja neben der globalen Erwärung auch auf die Vernichtung der feuchtigkeits- und niederschlagsspendenden Bergwälder zurückzuführen. In den Medien wird das aber fast immer nur mit CO2 in Verbindung gebracht. Die Betrachtung ist etwas einseitig geworden. Man sollte alle wichtigen Effekte erwähnen, nicht immer nur einen.
    Wenn man alle Hausdächer der Welt weiß streicht, wie sehr würde es die Erwärmung bremsen ? Gibt es sie dann noch ?
    Man könnte ja zum Test 1-2 Jahre mal einige km2 irgendwo mit weißen Planen abdecken und die Temperaturen alle paar hundert Meter aufzeichnen, um eine Vorstellung zu bekommen :)

    Kommentar by Storm — 2. Januar 2008 @ 17:09

  6. Das hört sich so an, als habe jemand das “weiße Dächer Projekt” von donnerwetter.de gehört.

    Ich finde dieses Argument aber sehr schön, weil sehr differenziert. Zweifelsohne übt der Mensch einen großen Einfluss auf die Natur aus. Vieles daran ist zu kritisieren. Aber dieses Einschießen der Medienlandschaft auf ein Thema ist doch mehr als bedenklich. Es wäre wünschenswert, wenn auch in der breiten Öffentlichkeit mit weiteren Spektrum argumentiert würde.

    Ich sehe aber nach wie vor das Problem, dass man immer noch nicht die Rückkopplungen kennt, selbst wenn man sich aller Effekte bewusst ist.

    Kommentar by Frank Wettert — 3. Januar 2008 @ 6:46

  7. Hier spricht auch ein Vertreter der Meinung, daß die erfolgte Erderwärmung nicht durch den Menschen, d.h. durch CO2-Ausstoß verursacht wird, sondern durch die Sonnenaktivität, dabei weniger durch deren UV-Strahlung, sondern durch den Sonnenwind,d.h. durch die solare Korpuskularstrahlung. Daher sind korrelative Untersuchungen zwischen globaler Temperatur und Sonnenfleckenrelativzahl nicht besonders empfehlenswert, sondern vielmehr diejenige zwischen globaler Temperatur und der Aktivität des geomagnetischen Feldes, die ein Indiz für die Aktivität der solaren Korpuskularstrahlung ist. Tut man dies, so erhält man einen Korrelationskoeffizienten, der 0.9 überschreitet, was für die Korrelation zwischen zwei Zeitreihen recht ungewöhnlich ist. Ich glaube, daß das Maximum der etwa 1000-jährigen Periode der Sonnenaktivität bereits überschritten ist und wir auf etwas kühlerere Zeiten zugehen.
    Ihre Meinung dazu wäre wichtig für mich.

    Armin Grafe

    Kommentar by Dr. Armin Grafe — 18. Januar 2008 @ 10:39

  8. [...] Aber nein, ernsthaft: mal ganz davon abgesehen, ob Kohlendioxid wirklich enorm viel mit der globalen Erwärmung zu tun hat oder nicht, Energie zu sparen und Umweltverschmutzung zu vermeiden ist einfach nur als [...]

    Pingback by Klimawandel erreicht Prinz Charles » Frank Wettert — 15. Februar 2008 @ 17:23

  9. Ich finde jetzt sind wirklich alle Menschen auf der Erde durchgedreht! Die globale Erderwärmung gibt es nicht. Und dann gibt man die Schuld uns Menschen, weil man behauptet CO2 Schuld daran ist. Das gibt keinen Zusammenhang. Da gibt es ein paar Beispiele: Zwischen 1920 – 1969 kam die Moderne Entwicklung sehr zögerlich voran, dass heisst es gab fast keinen Co2 Auswurf, gegenüber der Menschen, jedoch den Co2 Anteil war enorm über der Atmosphäre. Dann kam die Weltwirtschaft, es begann zu wachsen und zwar im Jahre 1970 bis 1975. Es wurde gebaut, gehämmert und die Wirtschaft wuchs und wuchs, aber anstatt eines Co2 Anstieg brach noch einmal die Eiszeit herein. Was passierte es wurde kälter , obwohl nur Co2 hergestellt wurde. Das wäre eine Logik. Die andere wäre, früher als die Wikinger den Westen eroberten, entdeckten Sie auch die grösste Insel der Welt und zwar Grönland. Was heisst Grönland auf Englisch?…. Greenland…. Ja!, die Ureinwohner hatten Kartoffel angepflanzt. Das heisst der grösste Teil der Insel war Grün bedeckt. Und jetzt?, Grönland verliert langsam Eis/Schnee, obwohl es immer noch aber Milliarden Tonnen Eis liegt. Und was machen wir? Hilfe, die Erde schmilzt, die Welt geht runter? Totaler Blödsinn! Und mein letzter Beispiel; Warum schmilzt die Artkits und dagegen die Antarktis nicht, nein dort wird es kälter und die Gletscher in Neuseeland und Argentinien wachsen anstatt sich abzuschmelzen. Ich finde die Klimapolitik ist nur Geldmacherei!!!
    Je mehr man spekuliert, desto mehr wird Werbung gemacht und Geld kassiert. Leute wacht auf, es ist nicht so wie ihr es denkt.

    Kommentar by Daniel — 16. Februar 2008 @ 17:59

  10. Guten Tag,warum sollte der Mensch keinen Einfluß auf das Klima haben?Die
    meisten Energieträger die heute verbrannt werden stammen aus dem Jura,da war es warm und Kohlenstoffreich.Ein anderes Problem wird die Menschheit
    bald beschäftigen müssen,die Endlichkeit des Erdöls.Die Kinder der Kinder
    können sich in jedem Fall damit auseinander setzen wenn man bedenkt wo
    der Kohlenstoff aus dem Erdöl überall verwendet wird.Das Ende des Kohlenstoffzeitalters ist sehr wohl in Sichtweite.

    Kommentar by Lothar Gräwe — 17. Januar 2009 @ 15:04

  11. Really good work about this website was done. Keep trying more – thanks!

    Kommentar by Yahoouj — 23. Februar 2010 @ 6:32

  12. Jetzt mal ehrlich. Das mit der Klimaerwärmung ist doch irgendwie komisch. Ich glaube da nichts von. Mein Thermometer zeigt -3 Grad. Könnte wärmer sein, ganz ehrlich.

    Kommentar by Tilmann — 28. November 2010 @ 16:25

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