Finanzkrise vs. Klimawandel – was ist teurer?

Dez 02, 2008 @ 03:03 pm by Frank Wettert

Neues, interessantes Futter für die Welt der Spekulationen gab es gestern im Focus (bzw. der Berliner Zeitung) zu lesen. Denn Forscher behaupten, dass die Kosten, die der Klimawandel uns bringen wird, die Finanzkrise wie eine luschige Geldnot in Studentenzeiten aussehen lassen könnte.

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Durch meine Klima-Postings weiß man, dass ich der ganzen Diskussion – sagen wir mal: mäßig skeptisch gegenüber stehe. Weder möchte ich dabei in die Kaste der “Klimakritiker” einsortiert werden, aber auch nicht in die der Klimakatastrophen-Heraufbeschwörer. Wenn ich es formulieren müsste, dann würde ich sagen: Es gibt wohl eine vom Menschen verursachte Veränderung. Aber inwiefern die tatsächlich zum Tragen kommt, das weiß man schlicht aus dem Grund noch nicht, weil man in der Klimawissenschaft nach wie vor in der Grundlagenforschung steckt.

Die Klima-Truppen stellen sich neu auf
Es dürfte auch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die zurzeit unter der Oberfläche schwelende Diskussion um das Klima wieder hochkocht. Die Funken, die momentan sprühen, kommen zum einen von der UN-Klimakonferenz in Posen, aus der anderen Richtung wird bald ein neuer reißerischer Anti-Klimakritik-Film lostösen, wie schon der aktuelle Trailer vermuten lässt:


Trailer zu “Not Evil, Just Wrong”, dem neuen Anti-Klimahysterie-Kinofilm

Die Argumente höre ich schon wieder im Hintergrund rufen. Die Klimaforscher werden zu konkreten Prognosen gezwungen, während die Gegner jede negative Vorhersage mit dem Argument “die wollen ja nur ihre Gelder sichern” bombardieren.

Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Die Grundaussage des Potsdamer Forschers Ottmar Edenhofer ist daher zumindest nicht falsch:

Die Tatsache, dass einige Leute sehr viel Geld verzockt haben, darf nicht dazu führen, dass wir beim Klimaschutz nachlassen.

Da aber wieder zu erwarten ist, dass bei der UN-Klimakonferenz mehr Kompromiss auf den Tisch kommt, als uns lieb ist, bleibt die Frage, ob wir nicht ohne viel Zutun auch etwas tun können. Denn oft ist es ja die Masse der kleinen Unterstützungen, die mehr bewegen kann, als sich jede Einzelperson vorstellt.

Klilma schützen und Geld verdienen – warum nicht?
Ein gutes Beispiel wäre es, einfach für übliche alltägliche Dinge andere Wege zu gehen. Man könnte etwa sein Geld bei einer Bank anlegen, die sich der Unterstützung ökologischer Ziele gewidmet hat. Eine hervorragende Lösung: Sie legen sich zum Beispiel ein Tagesgeld-Konto an und müssen nichts tun, außer zuzusehen, wie sich Ihr Geld vermehrt. Und mit Ihrem Geld werden ökologische Projekte finanziert, zum Teil kann man sich das Verwendungsziel sogar selbst aussuchen. Dafür habe ich hier mal die drei besten Banken herausgesucht:

  1. EthikBank
  2. UmweltBank
  3. GLS Bank (inkl. Verwendungswunsch)

Die Konditionen lassen sich dabei durchaus mit anderen Banken vergleichen. Und selbst, wenn zum Beispiel wie bei der EthikBank 0,25% auf Ihren Wunsch abgeführt werden: Mit gutem Gewissen spart es sich leichter, oder?

2 Kommentare »

  1. Sehr schöner Mini-Kurzfilm zum Thema vom Regisseur von “Weltverbesserungsmaßnahmen” – einfach auf das Play-Icon klicken.
    http://www.datenstrudel.de/index.php?prid=171&go=1

    Kommentar by Gaston — 3. Dezember 2008 @ 14:54

  2. Ich habe mit der Umweltbank gute Erfahrungen gemacht.

    Finanzkrise? Während der Klimawandel noch (oder besonders) unseren Enkelkinder zu schaffen machen wird, ist die Finanzkrise ein kurzfristiges Problem, das in wenigen Jahren vergessen sein wird.

    Kommentar by Piet — 5. Dezember 2008 @ 8:59

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