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Die erste Wochenhälfte: Sturm und Regen, dann ruhiger
Es rumort. Nicht in Ihrem Magen, wie ich hoffe. Aber in der Wetterküche. Wir starten nämlich gleich mit einem massiven Problem. Und dieses Problem heißt Uriah:
Sturmtief Uriah am 26.06.
Hm, klar. Für viele nur Linien und Namen. Vielleicht ist es so besser?

Das macht doch Stimmung und Lust auf diese Woche, oder? Also, die gute Uriah ist ein Tief, das praktischer nicht hätte liegen können, und zwar im Moment über England. Wobei es jetzt nicht an den rothaarigen inselbewohnenden Thronanbetern liegt, dass wir Sturm bekommen.
Für die wahren Gründe müssen wir wieder einmal weiter in die Höhe sehen, in gut neun Kilometer Höhe sogar. Hier befindet sich ein Tief, das kalte Luft in sich trägt. Und genau das steuert Deutschland in eine robuste erste Wochenhälfte.
Denn das Gerät da ganz weit oben nimmt Tief Uriah an die Hand und sagt: komm, wirbel doch noch eine Runde kräftiger. Und das macht Uriah auch und schickt uns erst Regen, dann Wind, dann noch mehr Regen, und so weiter. Kommen wir zu den Details:
Montag, 25. Juni 2007: Unwetter Nummer eins und zwei : Gewitter und Regen
Im Osten sieht es hier und da noch ganz gut aus. Ein paar Sonnenstrahlen streicheln die Innenstadt von Magdeburg, Leipzig und Regensburg. Das allerdings immer seltener, denn Uriah schickt den ersten Schwall kühlerer Luft über das ganze Land. Darum sind die ersten kräftigeren Gewitter schon im Westen unterwegs, und da kann auch ganz gut was runterkommen. Im Osten rummst es dann später, dafür aber umso heftiger: Gewitter mit Extras: schwere Sturmböen, Hagel, Unwetter!
Gleichzeitig regnet es sich von Westen nach und nach ein, zum Teil überschwappt schon die ein oder andere Regentonne, besonders in Richtung Emsland.
Die Höchsttemperaturen: nur noch 18°C in Trier, 20°C in Münster, 21°C in Kiel, 26°C in Bamberg und 29°C in Ueckermünde.
Dienstag, 26. Juni 2007: Unwetter Nummer zwei und drei: Regen und Wind. Und kühl!
Jetzt geht es langsam so richtig zur Sache. Das Sturmtief bewegt sich von der Nord- in die Ostsee. Und nimmt Wind und viel Regen gleich mit. Übrigens: in der Nähe des Tiefs selbst ist der Wind gar nicht so stark. Sondern vielmehr ein Stück südlicher und ein Stück dahinter.
Daher kommt das Sturmfeld mit Verzögerung. Der Wind nimmt in Niedersachsen zuerst zu, aber eben nicht in Küstennähe, sondern etwas weiter landeinwärts. Mittags und nachmittags arbeitet es sich über ganz Deutschland nach Osten voran, bis in die Nacht hinein.
Besonders kräftig kann der Wind ab dem Mittag im niedersächsischen Raum und am Abend dann in Berlin und Brandenburg blasen, da sind auch durchaus schwere Sturmböen oder sogar was Orkanartiges (über 100 km/h) dabei, die den ein oder anderen Baum auf die Straße legen. Also Vorsicht! Gleichzeitig schüttet es nämlich auch, als ob es kein Morgen gäbe.
Übrigens sollten Sie im Süden jetzt nicht glauben, dass Ruhe ist: auch hier pustet es mal ganz schön. Eine kleine Vorschau gefällig?
Windböen am Dienstag um 14 Uhr Ortszeit. Quelle: Wetter24
Also: aufpassen und Unwetter melden!
Vielleicht noch etwas für Sie, falls Sie den Sommer suchen: suchen Sie weiter. Denn jetzt kommt ein kräftiger Schwung kalter Luft auf uns zu.
Die Höchsttemperaturen: auf Rügen fast am wärmsten (auch selten): 19°C, 17°C in Halle an der Saale, 15°C nur noch in Wesseling, 14°C in Dortmund und 12°C in Michelstadt.
Mittwoch, 27. Juni 2007: Unwetter zwei und drei: Regen und Wind, aber auf dem Rückzug
Im Süden ist der Wind so langsam Geschichte. Ein bisschen Regen an den Alpen bleibt aber zurück, und auch sonst sieht es überall in Deutschland fast gleich aus: ein paar dichtere Wolkenfelder, ab und zu Sonne und gelegentlich etwas Regen.
Überall in Deutschland? Nein! Denn an den Küsten sorgt das Sturmtief noch einmal für einen pustigen Abgang: Sturmböen, orkanartige Böen an der Ostsee, und hier, also besonders in Vorpommern ist der Regen besonders nässend. Hier also nochmal aufpassen!
Am meisten Sonne gibt es heute in Sachsen, direkt am Erzgebirge.
Die Höchsttemperaturen: 15°C in Boltenhagen, 16°C in Neuruppin, 16°C in Bottrop, 17°C in Hanau und 15°C auch in Pfaffenhofen.
Donnerstag, 28. Juni 2007: Petrus muss Oberbayer sein, allerdings mit langen Lederhosen
Es gibt einfach keine Ruhe mehr in Deutschland. Es tut mir ja selber fast Leid, Ihnen dieser Wetterbürde auf die Schultern zu legen, aber ein paar von Ihnen müssen schon wieder mit Regen leben. Jedenfalls von Rheinland-Pfalz über Südhessen, Thürungen und Sachsen ist es eher wolkig und es regnet auch etwas.
Südlich davon, in Richtung Südbaden und Alpenvorland ist das Schuhplattlern mit Sonne möglich, und nur ab und zu benässen Regenschauer die Maß. Und gerade im Norden Deutschlands sieht es mal freundlicher aus: die meiste Sonne bekommen heute die Niedersachsen ab.
Höchsttemperaturen natürlich: 16°C auf Norderney, 19°C in Kleve, 18°C in Sangerhausen, 19°C in Straubing und 20°C vielleicht noch in Altötting. Und das ist die bittere Realität.
Freitag, 29. Juni 2007: gammeln Sie? Gut. Das Wetter auch.
Ein wolkiger, ein kühler und ein nasser Tag steht uns bevor. Mal wieder. Jedenfalls am Niederrhein werden Sie den Sommer langsam vergeblich suchen. Für die Ostbrandenburger und die Oberbayern gibt es vielleicht noch etwas Hoffnung, dass die Sonne dabei ist und es doch noch ein bisschen mehr anzieht auf dem Thermometer.
Es bleibt aber dabei: viele Wolken, wenig Sonne und besonders im Norden und Westen wieder richtig kräftige Schauer. Und jetzt beißen Sie die zitternden Zähnchen zusammen: die Höchsttemperaturen kommen:
18°C in Greifswald, 16°C in Soltau, 19°C in Köthen, 19°C in Bad Kreuznach und 21°C in Regensburg.
Samstag, 30. Juni 2007: Wir suchen Hoffnung. Wir finden Sie.
Wo denn? Na, ist das überhaupt noch eine Frage, wenn Sie die letzte Woche den Wetterbericht verfolgt haben? Im Süden natürlich! In Bayern, wo sonst? Denn hier kann sich immerhin ab und zu die Sonne zeigen. Einzelne Schauer sind dabei, aber das sollte gestandene Menschen wie Sie doch sicherlich nicht davon abhalten, sich in den Biergarten zu setzen, oder?
Weiter nördlich, zwischen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Nordhessen, Thüringen, und so weiter das gleiche Bild: viele Wolken, aber nur ab und zu etwas Regen.
Wir suchten ja Hoffnung, stimmt’s? Die liegt in den Temperaturen: ganz langsam geht es wieder bergauf: 20°C in Bückeburg, 20°C in Schönebeck, 19°C in Oschatz, 23°C in Baden-Baden. Kein Schwitzwetter, aber immerhin.
Sonntag, 1. Juli 2007: Wir heizen wieder an.
Im Osten hat die Sonne auch mal was zu sagen: sonst gucken Sie zwar noch oft an einen grauen Himmel, und vom Rhein in Richtung Alpen sind Schauer und Gewitter das Tagesprogramm. Sonst: oft trocken, teils freundlich. Ein Hauch von Sommer! Und das mitten im Sommer!
Auch bei den Höchsttemperaturen ziehen wir an: 23°C in Osterholz-Scharmbeck, 22°C in Waren an der Müritz, 24°C in Bitburg, 25°C in Pirna und 27°C in Offenburg.
Und je mehr YiGGs und Webnews Sie vergeben, desto schneller wird es wieder Sommer.



Toller Wetterbericht.
Kommentar by Baynado — 25. Juni 2007 @ 13:07
Wirklich gut. Wann gibt es die erste Prognose für den 14. Juli in Niedersachsen/ Grafschaft Bentheim?
Ist ein sehr wichtiger Tag (meine Hochzeit) und ich wünsche mir soooo sehr ein paar Sonnenstrahlen.
Kommentar by Morle — 27. Juni 2007 @ 12:06
Hochzeit am 14.7.? Spitzendatum, da heirate ich auch, allderings in/ bei Fürstenwalde in Brandenburg. Wäre also spitze, neben strahlendem Sonnenschein in Bentheim das gleiche in Fürstenwalde zu haben – ich drück uns allen mal die Daumen.
P.S.: spitzen Blog! Weil: für nen Wetterblog gar nicht so *hüstel* trocken, ich les ihn echt gern
Kommentar by Dirkster — 29. Juni 2007 @ 17:09
Danke für Eure Kommentare und das Lob. Wenn Euch der 14.7. also so am Herzen liegt, werde ich ihn mir einmal näher ansehen.
Bisher ist es für eine brauchbare Vorhersage allerdings noch zu früh. Das ist bitter, aber die knallharte Wahrheit.
Ich hoffe, ihr ertragt sie. Ich wünsche Euch noch viel Spaß!
Kommentar by Frank Wettert — 30. Juni 2007 @ 12:47
Toler Wetter bericht wie wirt es den Morgen.
Schöne grüße Vanessa
Kommentar by Vanessa — 19. November 2011 @ 9:57