Biowetter-Liste der 10 wichtigsten Wetterlagen

Sep 19, 2007 @ 10:56 am by Frank Wettert

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Auch so ein Thema, das jeden angeht: das Biowetter. “Ich habe Kopfschmerzen, das liegt am Wetter.” — “Meine Narbe juckt, da kommt bestimmt ein Tief.”

So etwas hört man natürlich ständig. Sie können sich dabei aber auch gleich denken, dass nicht alles Wetter ist, was in unseren Venen zwickt oder auf den Kopf hämmert. Teilweise sind die Beobachtung berechtigt, teilweise nicht, teilweise wissen die Wissenschaftler noch nicht genug darüber.

Eines ist klar: es gibt Leute, die reagieren sehr wetterfühlig und welche, die wie ein Panzer durch Hitze und Kälte brettern, ohne eine Veränderung zu spüren.

Kopfschmerzen durch Fronten?

Headache, von Matt Brett auf flickr.comBesonders interessant ist das Thema Kopfschmerzen oder Migräne. Es wird vermutet, dass für die wetterabhängige Variante der Kopfschmerzen Druck-Rezeptoren an der Halsschlagader verantwortlich sind. Einer Front gehen oft so genannte Schwerewellen voraus, die wir normalerweise nicht spüren. Unsere sensiblen Rezeptoren, die auch für Pulsschlag und Herzfrequenz verantwortlich sind aber schon (der Barorezeptorreflex). Es ist also durchaus möglich, dass einige von uns durch ihre Kopfschmerzen das Wetter vorhersagen können.

Biowetter können Sie übrigens selbst vorhersagen, dafür brauchen Sie lediglich die aktuelle Wetterlage. Mit der kurzen Lise basteln Sie sich dann einfach Ihr eigenes Biowetter, drucken es aus und hängen es an die Haustür als Service für die Bewohner.

 

Liste der wahrscheinlichsten Wetter-Einflüsse auf unsere Gesundheit

 

  1. Hochdruck, Temperaturen zwischen 10 und 25°C: kaum Beschwerden, gute Leistungsfähigkeit, Probleme nur bei niedrigem Blutdruck
  2. Hochdruck im Winter: in den Nacht- und Frühstunden Rheumabeschwerden, bei Hochnebel Depressionsneigung
  3. Hochdruck im Hochsommer: anfangs positiver Einfluss, nachmittags Müdigkeit, mangelnde Konzentration, Neigung zu Kopfschmerzen
  4. Hochdruck im Hochsommer bei großer Schwüle: hohe Kopfschmerzneigung, enorme Kreislauf-Belastung, Konzentrationsstörungen, Gefahr im Straßenverkehr
  5. nahendes Tief: zunehmende Kopfschmerz- und Migräneneigung, Narbenschmerzen, Probleme bei niedrigem Blutdruck
  6. Bereich des Tief-Zentrums: schlechte Konzentration, Kopf- und Muskelschmerzen. Schwierigkeiten, morgens in Schwung zu kommen
  7. Auf der Rückseite eines Tiefs: positiver Einfluss: gute Konzentration, Fitness, Kreislauf wird schnell optimiert. Kleine Probleme bei hohem Blutdruck
  8. Nasskalt / Nebel: hohe Erkältungsgefahr, Rheuma- und Asthmaprobleme. Herz- und Kreislaufstörungen bei kranken Menschen. Sonst Fitness und gute Konzentrationsleistung
  9. Gewitter: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen (hier könnten die so genannten Sferics verantwortlich sein)
  10. viel Sonnenschein: regt Vitamin-D-Produktion an, Stärkung der Abwehrkräfte und Laune

Nun können Sie mit verschiedenen Wortkombinationen jeden Tag Ihr eigenes Biowetter basteln. Viel Spaß dabei. Wäre ich Jean Pütz, ich hätte sicherlich auch ein Buch für Sie: “Biowetter selber basteln ohne Zwirbelbart”. Bin und habe ich aber nicht.

1 Kommentar »

  1. …dann nehme ich einmal den “Hochdrucksonnenschein auf der Rückseite eines Tief`s” ohne den “Wollgesichtigen”…

    Gruß Andreas

    Kommentar by Andreas — 20. September 2007 @ 6:31

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