Zuallererst muss ich da eine Empfehlung der letzten Woche zurücknehmen. Ich erwähnte ja Italien als Urlaubstipp für diesen Sommer. Für den mittleren und südlichen Teil des Stiefels gilt das auch weiter, aber im krassnassen Gegensatz dazu steht Norditalien. Jedenfalls vorübergehend. Soll es nur an diesem Wochenende zum Gardasee, können Sie gerne hin. Um Details kümmern wir uns aber wirklich jetzt im kompakten Reisewetter:
Bei dem Titel gucken mich heute einige Niederrheinische, Brandenburgische und Sonstige doch etwas erstaunt an. Ich kann es verstehen, ist die Atmosphäre doch selten so verquirlt wie im Moment. Andere verstehen mich, haben das Unwetter gesehen, es aber nicht bei mir gemeldet!
Jemand hat gleich zwei oder drei Mixer in die Atmosphäre gehalten, und über Deutschland ist der Weg, den die Luft nimmt, ungefähr der in Omas Kuchenteig, während dieser von dem Handrührgerät im 70er-Jahre Stil, Farbe Alt-Orange oder Grün, umgewälzt wird.
Es geht gar nicht anders. Sollten Sie schon hochgerechnet haben und herausgefunden, dass Sie im Jahr 2014 für eine Tankfüllung Super-Benzin das Bruttosozialprodukt von Burkina Faso aufbringen müssen, dann liegt das einfach daran, dass der Spritpreis einfach nichts anderes kann, als nach oben zu gehen. Egal was passiert.
Nur sie hier kommt weiter günstig davon.
Hier können Sie sich über 22 OPEC-Begründungen freuen, warum der Benzinpreis steigen wird:
Die OPEC-Länder steigern ihre Produktion:
- der Benzinpreis steigt.
Dies ist auf grundlegende ökonomische Gesetze unserer Marktwirtschaft zurückzuführen: Die gestiegene Nachfrage nach Tankerkapazität verteuert die Frachtraten überproportional.
Die OPEC-Länder drosseln ihre Produktion:
- der Benzinpreis steigt.
Das ist ökonomisch bedingt: Das Angebot sinkt bei gleichbleibender Nachfrage, damit wird die Ware teurer.
Im Nahen Osten herrscht vorrübergehend Waffenruhe: – der Benzinpreis steigt.
Die Ruhe ist trügerisch, die Lager werden vorsorglich aufgefüllt. Die zusätzliche Nachfrage erhöht den Marktpreis. weiter lesen…
Grundsätzliche Bemerkungen an der Stuttgarter Uni. Gefunden auf Flickr, von dev null
Wissen Sie, was am Bloggen so eine fabelhafte Sache ist? Man kann seine eigenen Regeln aufstellen. Und heute mache ich es luxuriös: ich werde Sie enttäuschen!
Ausgerechnet in der schönsten Stadt, die ich kenne? Ich erfuhr es von der Nachrichtenredaktion von Radio SAW: heute Morgen, 03.08.07 um 04:58 Uhr war ein Erdbeben in Bonn und dem angrenzenden Rhein-Sieg-Kreis zu spüren.
Die ersten Meldungen laufen auch über die Newsportale ein. Ist vielleicht jemand aus der Gegend, der etwas davon bemerkt hat? Ich würde mich freuen, darüber zu hören.
Wer wissen möchte, warum es am Rhein relativ viele Erdbeben gibt, kann sich bei Quarks & Co informieren.
[Aktualisierung 10:42]: Allmählich wird es konkret: die Erdbebenstation Bensberg hat nun das Epizentrum bei Plaidt angegeben. Ein Eifeldörfchen bei Andernach, das mir aus meiner Zeit als Apotheken-Lieferant noch sehr bekannt ist. Die angegebene Stärke ist 3,9 auf der Richterskala. Das halte ich für die bisher zuverlässigste Information.
[Aktualisierung 09:04]: Das GFZ Potsdam hat nun lokalisiert: die Stärke des Erdbebens betrug 4.4 auf der Richter-Skala, und das Zentrum lag hier:
Für Familien mit Kindern wird es ja nun langsam eng: Nordrhein-Westfalen verabschiedet sich als erstes Bundesland aus der Ferienlaune. Man kann sich richtig das hämische Grinsen am Flughafen vorstellen, wenn die Mallorca-Urlauber in die deutschland-gebleichten Gesichter der verwandtschaftlichen Abholflotte sehen.
Ansonsten taugt das Wetter am Wochenende ja auch in Deutschland zu bleiben. Für die, die aber trotzdem wegfliegen, hier wie jede Woche eine europäische Kurzübersicht: weiter lesen…
Grinsetauglich. Herausfordernd im Hinblick auf die in dieser FirmaverfasstenPrognosen ist es für mich, das Maß an Selbstironie richtig einzuschätzen:
Ich möchte mich im Namen von Karsten Brandt und Michael Klein auch bei Georg Müller von der Wetterzentrale bedanken. Die Niederschlagsprognose von seiner Seite ist im Video bei Position -00:21 zu sehen.
Nun ist er da. Der letzte wirkliche Sommer-Monat August hat an unsere Tür geklopft und um Eintritt gebeten. Und so, wie er sich da draußen im Moment benimmt, kann man mit ihm doch gut den ein oder anderen viel zu früh gereiften Apfel essen, oder? (Heute konnte ich in meinem Büro meiner Sprecherkabine tatsächlich das Licht löschen!) Gut, ein paar Wolkenfelder sind hier und da noch unterwegs, aber immerhin ist es schonmal trocken, und zumindest der Südwesten kann sich auch wieder über biergartentaugliche Wärme freuen.
Ich kann Sie aber verstehen, dass Sie jeden Sonnenstrahl mit einer gehörigen Portion Skepsis in Ihren morgendlichen Balkonkaffee fallen lassen. Ist uns doch bisher höchstens immer nur ein Tag an Gutmütigkeit von oben vergönnt gewesen.
Daher der Versuch, den August auf die Zange zu nehmen: kommt der Sommer noch?